Samstag, 21. April 2018

Venezianische Intrigen


Bildquelle

von Daniela Gesing

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 11.05.2018
  • Aktuelle Ausgabe : 11.05.2018
  • Verlag : Midnight
  • ISBN: 9783958199408
  • Flexibler Einband 232 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


Der Midnight Verlag und Netgalley haben mir das eBook kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!



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Bücher der Reihe:
Venezianische Verwicklungen
Venezianische Delikatessen
Venezianische Schatten
Venezianisches Verhängnis
Venezianische Intrigen



Inhalt


Commissario Luca Brassoni ist gerade Vater geworden und am liebsten würde er mehr Zeit mit seinem kleinen Sohn verbringen. Doch eine junge Frau erstickt auf qualvolle Weise mitten in den Gassen Venedigs. War es eine tödliche allergische Reaktion, wie alle vermuten? Brassoni glaubt nicht daran und beginnt zu ermitteln. Schnell gerät der übergriffige Exfreund ins Visier Fahnder. Aber als eine weitere Leiche auftaucht und ein kleiner Junge entführt wird, ist klar, dass Brassoni und sein Team es nicht mit einer simplen Eifersuchtstat zu tun haben. Wie dunkel die Motive des Täters tatsächlich sind, bemerken sie fast zu spät.
(Quelle: Midnight)


Meine Meinung


Eine junge Sozialarbeiterin stirbt an ihrer Erdnussallergie. Schon bald wird klar, dass es sich nicht um einen Unfall handelt. Commissario Luca Brassoni verfolgt verschiedene Spuren: war es der eifersüchtige Ex-Freund, oder hat es etwas mit der Arbeit des Opfers zu tun?

"Venezianische Intrigen" ist bereits der fünfte Band der Krimi-Reihe. Ich kenne nicht alle Vorgänger, das Buch ist aber auch ganz ohne Vorkenntnisse gut verständlich.

Die Geschichte wird in der dritten Person, hauptsächlich aus der Sicht des Protagonisten Luca Brassoni erzählt. Luca verfügt über keine wirklich herausstechenden Eigenschaften und ist daher ziemlich unauffällig, war mir aber durchaus sympathisch. Daneben nehmen auch Lucas Ehefrau sowie ein guter Freund eine grössere Rolle ein, die beide als Rechtsmedizinerin respektive Reporter bei der Aufklärung des Mordfalles mithelfen. Aber auch aus der Sicht des Täters und der Opfer wird erzählt, sodass der Leser meist über mehr Wissen verfügt als der Ermittler.

Die Handlung ist nicht übermässig verzwickt, die Autorin Daniela Gesing hat aber doch die eine oder andere Wendung eingebaut, die mich überrascht haben. So wurde der Regio-Krimi nie langweilig und blieb trotz des eher gemütlichen Tempos spannend, wenn auch nicht atemberaubend. Die Auflösung habe ich allerdings schon einige Zeit vorher erraten, besonders überraschend war sie nicht. Neben der Krimihandlung wird auch immer wieder einen Blick auf das Privatleben der Figuren geworfen, so dass diese lebendig erscheinen, ohne dass der Krimi zu sehr in den Hintergrund gedrängt wird.

Der Schreibstil der Autorin Daniela Gesing lässt sich flüssig lesen und die Beschreibungen der Umgebung lassen eine schöne Venedig-Stimmung entstehen. Der Krimi hat mich gut unterhalten und ich werde sicher noch den einen oder anderen Band der Reihe lesen. Wer einen klassischen Regio-Krimi mit italienischem Flair sucht, kann hier mit gutem Gewissen zugreifen.

Mein Fazit

Gemütlich, aber nie langweilig








Lovelybooks Literarische Weltreise

Italien, Spanien, Portugal, Griechenland

Rezensionsexemplar




Donnerstag, 19. April 2018

Der Lavendel-Coup


Bildquelle

von Carine Bernard

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 03.08.2015
  • Aktuelle Ausgabe : 03.12.2015
  • Verlag : Knaur Taschenbuch
  • ISBN: 9783426215302
  • Flexibler Einband 222 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


Das Buch hat eine komplette Überarbeitung und einen Titelwechsel hinter sich und heisst neu Lavendel-Tod. Ich habe das eBook allerdings in der alten Version unter dem Titel Der Lavendel-Coup gekauft.



Leseprobe
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Bücher der Reihe:
Lavendel-Tod
Das Schaf-Komplott
Die Schnitzel-Jagd
Der Drachen-Klau



Inhalt


Ein Fall von Wirtschaftskriminalität führt EU-Ermittlerin Molly Preston nach Südfrankreich, in ein beschauliches Dorf zwischen alten Olivenbäumen und den ewig singenden Zikaden. Bei ihren Ermittlungen stößt sie auf geheimnisvolle Zeichen an der Wand einer kleinen Kapelle. Mit der Unterstützung ihres Freundes Charles – seines Zeichens erfolgreicher Krimi-Autor – entschlüsselt sie die Botschaft und erfährt von einem nie geklärten Bankraub. Doch dann gibt es einen Toten, und auf einmal entwickelt sich die Jagd nach dem verschollenen Goldschatz zum Schlüssel für die Lösung ihres aktuellen Falls …
(Quelle: Knaur)


Meine Meinung



Die EU-Ermittlerin Molly Preston hilft in der Provence bei der Restauration einer alten Kirche. Eigentlich hat sie schon einen Auftrag, doch als sie auf alte, verborgene Schriftzeichen und durch diese auf die Spur eines nie gelösten Raubfalls stösst, kann sie der Verlockung des Rätsels nicht widerstehen.

Die Geschichte wird in der dritten Person aus der Sicht der Protagonistin Molly erzählt. Leider erschien mir diese wie eine klassische Mary Sue, eine idealisierte und überperfekte Kunstfigur: sie ist natürlich wunderschön und dank asiatischem Einschlag auch etwas exotisch, dazu ist sie superintelligent, sportlich, einfach perfekt. Dass sie neben all ihrer Perfektion keinerlei persönliche Eigenschaften aufzuweisen scheint, macht sie in meinen Augen einfach nur langweilig.

Die Handlung warf mich direkt in die Geschichte, ich hätte mir zunächst noch eine Einleitung gewünscht. Da ich den Klappentext nach dem Kauf des eBooks vor vielen Monaten nicht mehr gelesen habe, war ich zu Beginn etwas überfordert: wer ist Molly, was will sie, und warum ermittelt sie verdeckt? Ich dachte zunächst, dass ich einen Vorgängerband verpasst hätte, aber nein, dieser hier ist der erste der Reihe. Auch die Rätsel, die Molly zu lösen hat, werden mir zu einfach aufgeklärt – nämlich durch ihren Freund im Off, der ihr einfach die Lösungen mitteilt…

Beim Schreibstil der Autorin Carine Bernard ist mit vor allem aufgefallen, dass sie manche Dinge, wie Kleidung, Frisuren oder Mahlzeiten enorm detailliert beschreibt, die Umgebung allerdings nur in groben Zügen umreisst. Da ich beim Lesen von Regiokrimis gerne in Gedanken an die Schauplätze reise, konnte mich diese Aufteilung nicht wirklich überzeugen, ich hätte mehr Umgebung und weniger Frisuren bevorzugt (vor allem da es ja für die Geschichte wirklich nicht relevant ist, ob Molly ihre Haare offen, im Flechtzopf oder im Pferdeschwanz trägt…).

Mittlerweile sind vier Bände um die EU-Ermittlerin Molly erschienen. Da mich die Protagonistin gelangweilt und auch die Handlung nicht vom Hocker gerissen hat, werde ich die Reihe nicht weiterverfolgen.

Mein Fazit

Langweilige, überperfekte Protagonistin








Lovelybooks Themenchallenge

Aufgabe 35 (zusammen mit 34), zwei Bücher mit offensichtlich ähnlichem Titel, Thema oder Cover.




Dienstag, 17. April 2018

Blutschatten


Bildquelle

von Kathy Reichs
übersetzt durch Heike Schlatterer

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 05.03.2018
  • Aktuelle Ausgabe : 05.03.2018
  • Verlag : Blessing
  • ISBN: 9783896676214
  • Fester Einband
  • Sprache: Deutsch 


Der Blessing Verlag hat mir das Buch kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!



Leseprobe
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Inhalt


Sunday Night ist eine Frau mit körperlichen Narben, seelischen Wunden – und Killerinstinkt. Jahrelang lief sie vor ihrer Vergangenheit davon und suchte sich ein Leben, in dem sie niemanden brauchte und nichts spürte. Als ein Mädchen im Chaos einer Bombenexplosion verschwindet, bittet dessen Familie Sunday um Hilfe. Und Sundays Gerechtigkeitssinn und Rachedurst werden geweckt. Ist das Mädchen tot? Hat sie jemand entführt? Falls sie noch lebt, warum kann die Polizei sie nicht aufspüren? Wenn Sunday zurück ins Leben und das verschwundene Mädchen finden will, muss sie sich jetzt endlich ihren eigenen Dämonen stellen.
(Quelle: Blessing)


Meine Meinung



Die ehemalige Polizistin Sunday Night lebt sehr zurückgezogen, als sie von einer reichen Witwe engagiert wird, als Privatdetektivin herauszufinden, wer ihre Tochter umgebracht hat und was mit ihrer verschollenen Enkelin passiert ist. Sunday findet schon bald heraus, dass mehr hinter dem Anschlag steckt, als die Polizei bisher vermutet hatte…

Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive der Protagonistin Sunday Night erzählt. Leider war sie mir nicht wirklich sympathisch. Gegen Schluss des Buches wird zwar langsam verständlich, wieso sie so in sich gekehrt, menschenscheu und unfreundlich ist, sympathischer wurde sie mir dadurch allerdings nicht.

Die Handlung zeichnet sich vor allem durch viele Wiederholungen aus. Sunday checkt in ein Hotel ein, richtet sich dort ein, legt ihre Waffe in den Safe, aktiviert den Bewegungsmelder und verlässt das Zimmer. Dann geht sie zum nächsten Hotel und alles beginnt von vorne. Dazwischen wird minutiös aufgezählt, was Sunday anzieht, in welcher Farbe und von welcher Marke. So zieht sich alles in die Länge und Spannung kommt kaum auf. Das bessert sich allerdings, als etwa in Buchmitte Gus ins Spiel kommt. Gus ist Sundays Bruder, und er scheint der einzige zu sein, der wirklich an sie rankommt. In seiner Gesellschaft scheint sie etwas aufzutauen und auch die Handlung wird abwechslungsreicher, wohl weil Gus nicht die vielen Rituale braucht, die Sunday anscheinend abhält, um sich sicher und geborgen zu fühlen.

Der Schreibstil der Autorin Kathy Reichs lässt sich flüssig lesen, allerdings sind mir vereinzelte Tippfehler aufgefallen, die der Lektor wohl übersehen hat. Ich kenne die Autorin bereits seit vielen Jahren von ihren Thrillern über die forensische Anthropologin Tempe Brennan und hatte hier etwas Ähnliches erwartet. Allerdings konnte mich Sunday in ihrem ersten Abenteuer nicht wirklich überzeugen und ich werde die Reihe wohl nicht weiterverfolgen. Sundays verstecktes Beobachten kommt für mich einfach nicht an Tempes Jagd auf Serienmörder heran.

Mein Fazit

Zu zäh und repetitiv







 Rezensionsexemplar

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