Donnerstag, 20. Juli 2017

Wenn gestern unser morgen wäre


Bildquelle

von Kristina Moninger

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 28.06.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 28.06.2017
  • Verlag : FeuerWerke Verlag
  • ISBN: 9783945362297
  • Flexibler Einband 300 Seiten
  • Sprache: Deutsch

Der FeuerWerke Verlag und    haben mir das eBook kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!


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Inhalt


Sara hat in wenigen Tagen so ziemlich alles falsch gemacht, was sie falsch machen konnte. Nichtig-kleine aber auch tragisch-große Fehler. Mit wenigen, aber ausschlaggebenden Entscheidungen hat sie in ihrem Leben so eine Kettenreaktion in Gang gesetzt, die sie gerne wieder rückgängig machen würde.
Als sie inmitten dieses Chaos ausgerechnet Matt vors Auto läuft und wenig später im Krankenhaus aufwacht, ist plötzlich nichts wie zuvor. Die Uhren wurden zurückgedreht und all das, was in der Woche vor dem Unfall passiert ist, scheint ungeschehen. Sara hat nun die unbezahlbare Möglichkeit, die wichtigsten Tage ihres Lebens noch einmal neu zu erleben. Um endlich alles richtig zu machen …
(Quelle: FeuerWerke)


Meine Meinung


Sara scheint alles zu haben, was man sich wünschen kann: einen super Job, eine schöne Wohnung, einen tollen Freund. Noch plötzlich geht alles schief, und innert weniger Tage steht Sara vor einem Scherbenhaufen. Das Schicksal gibt ihr aber noch eine zweite Chance, alles richtig zu machen…

Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive der Protagonistin Sara in der Gegenwart erzählt. Über das erste Viertel hinweg, bis der entscheidende Wendepunkt der Geschichte kam, hatte ich grosse Mühe, mit ihr warm zu werden. Sie erschien mit zu jammernd, zu selbstmitleidig und sie griff ihre einzigen Freunde ausgerechnet dann (unbegründet) an, wenn sie sie am dringendsten gebraucht hätte. Mit dem Wendepunkt der Handlung kam dann aber auch der Wendepunkt für Sara, sie begann, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen und sich zu überlegen, wer sie eigentlich wirklich ist und was sie will.

Wie erwähnt gibt es bei der Handlung nach rund einem Viertel der Seiten eine grosse Wendung. Für mich war das der Punkt, an dem die Geschichte langsam interessant wurde. Davor fand ich sie eher langweilig und aufgrund der in diesem Abschnitt recht unsympathischen Protagonistin auch eher zäh zu lesen. Da ich das Buch aber als Rezensionsexemplar erhalten hatte, fühlte ich mich verpflichtet, trotzdem weiterzulesen (ein eigenes Exemplar hätte ich vielleicht abgebrochen). Und plötzlich war ich froh, das gemacht zu haben. Denn mit Saras neuem Leben kommt auch neue Spannung auf, die Geschichte wird richtig unterhaltsam und enthält viele berührende Szenen. Zum Schluss musste ich mir sogar das eine oder andere Tränchen verkneifen. Auch die etwas schwerer verdaulichen Themen (behinderte Kinder, Demenz) werden sensibel und berührend geschildert.

Der Schreibstil der Autorin Kristina Moninger liess sich flüssig lesen, allerdings hätte das Lektorat etwas sorgfältiger arbeiten können. Als Jugendliche der 90er sind mit vor allem die vielen Schreibfehler bei Bands oder Songs aus dieser Epoche aufgefallen (Headaway, Lucy Lectric, Ups I dit it again anstelle von Haddaway, Lucilectric und Oops I did it again). Dass Bonnie (von Bonnie und Clyde) konsequent ohne e am Schluss geschrieben wurde, ist zwar ebenfalls nur ein Detail, aber eines, das mich gewaltig gestört hat.

Mein Fazit

Zähes erstes Viertel, danach sehr berührend. 







Rezensionsexemplar



Dienstag, 18. Juli 2017

Spock und Ich - Mein Freund Leonard Nimoy


Bildquelle

von William Shatner und David Fisher
übersetzt durch Johanna Wais

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 24.10.2016
  • Aktuelle Ausgabe : 24.10.2016
  • Verlag : Heyne
  • ISBN: 9783453201439
  • Fester Einband 320 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


Inhalt


Leonard Nimoy wurde durch seine Rolle als Mr. Spock in der Serie Star Trek berühmt. Mit dem stets auf Logik bedachten Vulkanier schuf er einen Charakter, der wie kaum ein zweiter die Popkultur bis heute prägt. Am Set lernte Nimoy William Shatner alias Captain Kirk kennen, mit dem ihn 50 Jahre lang eine enge Freundschaft verband. Gemeinsam gingen die beiden Männer durch Höhen und Tiefen, beruflich wie privat. Anhand zahlreicher Anekdoten zeichnet William Shatner nun das faszinierende Leben seines besten Freundes nach und zeigt uns den Mann hinter dem unemotionalen Vulkanier: den feinfühligen Poeten, Fotografen, gläubigen Juden und trockenen Alkoholiker.
Eine berührende Biografie und die Geschichte einer großen Freundschaft – nicht nur für Star-Trek-Fans!
(Quelle: Heyne)


Meine Meinung


Seit über 30 Jahren bin ich Star Trek Fan, "meine" Serie war dabei immer die originale aus den 60ern, aus dem einfachen Grund, dass es nur die gegeben hat, als ich mit schauen begonnen habe. Meine Lieblingsfigur war und ist bis heute der (Halb-)Vulkanier Mr. Spock, gespielt vom leider vor drei Jahren verstorbenen Leonard Nimoy. In den letzten Jahren durfte ich an Conventions einige Star Trek Schauspieler persönlich erleben, Leonard Nimoy gehörte leider nicht dazu. In "Spock und Ich" blickt William Shatner (Captain James T. Kirk) zurück auf die langjährige Freundschaft zwischen den beiden Schauspielern und was er von Nimoys Leben aus dessen Erzählungen weiss.

William Shatner wählt dabei den Stil einer Erzählung, verwendet oft die Ich-Perspektive und spickt die Biografie nicht nur mit den Randdaten, sondern auch mit vielen kleinen Anekdoten, die er entweder selbst miterlebt oder von Leonard Nimoy erzählt bekommen hat. Viele der im Buch enthaltenen Informationen waren mir bekannt, aber ich habe auch einiges an Neuem erfahren. William Shatner erzählt dabei so lebhaft, dass das Buch selbst ganz ohne neues Wissen immer noch unterhaltsam wäre. Shatner hat den Ruf, arrogant, überheblich und egozentrisch zu sein, geht aber in Szenen, die auch ihn betreffen, immer recht selbstkritisch zur Sache. Er hält oft fest, dass er eine Situation zwar anders gesehen habe, aber es durchaus sein könne, dass er beispielsweise rumgebrüllt oder sich in den Mittelpunkt gestellt habe, und schämt sich auch nicht zuzugeben, dass er zu Beginn gnadenlos eifersüchtig auf Leonard Nimoys Erfolg bei den Fans war.

Wie es bei Biografien üblich ist, ist das Buch grundsätzlich linear aufgebaut, beginnend mit der Kindheit und bis zum Tod fortlaufen. Ab und zu springt William Shatner in der Erzählung allerdings etwas nach vorne oder hinten, wenn es thematisch passt. Zu einem grossten Teil befasst sich das Buch natürlich mit dem Berufsleben Leonard Nimoys, dass seit seiner Kindheit einen grossen Platz eingenommen hat und schlussendlich auch zu einer langjährigen Entfremdung mit seinem Sohn geführt hat. Das Privatleben scheint für Nimoy eher Nebensache gewesen zu sein (oder vielleicht hat er auch einfach Shatner nicht so viel darüber erzählt).

In der Buchmitte sind einige Schwarzweissfotos enthalten, die Nimoy alleine oder mit Shatner zeigen.

Mein Fazit

Lesenswerte Hommage an einen beeindruckenden Mann.







Daggis Buch-Challenge

Aufgabe 50, ein Buch, das Du ausgeliehen hast (Bücherei oder privat). Ich habe das Buch meinem Freund zu Weihnachten geschenkt und er hat es mir nun ausgeliehen, da ich es auch lesen wollte.

Montag, 17. Juli 2017

[Hörbuch] The Heroes of Olympus 2: The Son of Neptune (Helden des Olymp 2: Der Sohn des Neptun)



von Rick Riordan
gelesen von Joshua Swanson

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 11.10.2011
  • Aktuelle Ausgabe : 11.10.2011
  • Verlag : Listening Library
  • ISBN: 9780307916815
  • Audio CD: 13h 27
  • Sprache: Englisch 


Das Buch ist auf deutsch unter dem Titel "Helden des Olymp 2: Der Sohn des Neptun" beim Carlsen Verlag erschienen.


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Bücher der Reihe:
The lost Hero
The Son of Neptune
The Mark of Athena
The House of Hades



Inhalt


Als Percy aus tiefem Schlaf erwacht, erinnert er sich an nichts – außer an den Namen eines Mädchens, Annabeth. Ständig wird er von Monstern angegriffen, die immer wieder vom Tod auferstehen. Als er sich in ein Camp für römische Halbgötter rettet, hat er keine Zeit mehr dazu, herumzurätseln, wer er ist: Mit seinen neuen Freunden Hazel und Frank muss er Thanatos, den Totengott, aus seiner Gefangenschaft befreien, um die Grenze zwischen Tod und Leben wieder zu stabilisieren. Und ihre abenteuerliche Reise führt sie bis ins Eis von Alaska …
(Quelle: Carlsen)


Meine Meinung


Percy Jackson ist ein Halbgott. An viel mehr als seinen Namen kann er sich allerdings nicht erinnern, er hat nämlich sein Gedächtnis verloren. Zusammen mit seinen zwei neuen Freunden Hazel und Frank macht er sich auf, seine Erinnerungen zurückzuerhalten und die Welt zu retten.

Nachdem im ersten Band der Reihe der Halbgott Jason die Hauptrolle gespielt hat, ist nun wieder Percy Jackson an der Reihe, der aus der gleichnamigen fünfbändigen Reihe bereits bestens bekannt ist. Ich habe den Klappentext nicht gelesen, bevor ich mit dem Hörbuch begonnen habe, und war daher ziemlich überrascht, dass Jason in diesem Band gar nicht (respektive nur in Erwähnungen von Anderen) vorkommt und stattdessen Percy wieder da ist. So wirklich begeistert davon bin ich ehrlich gesagt nicht. Ich mag zwar Percy, allerdings habe ich ihn schon fünf Bände lang begleitet und hatte mich auf etwas Abwechslung gefreut. A propos fünf Bände: es wird zwar immer wieder auf die Geschehnisse in der "Percy Jackson"-Reihe und im ersten Band der "Helden des Olymp"-Reihe angespielt, wirklich wichtig sind Vorkenntnisse zum Verständnis allerdings nicht. Auch Neueinsteiger können sich mit diesem Band gut unterhalten.

Wer bereits andere Bücher von Rick Riordan über seine griechischen, römischen oder ägyptischen Götter kennt, dem wird die Handlung sehr bekannt vorkommen. Drei Jugendliche müssen unter Zeitdruck quer durch die USA reisen, um irgendeine Gottheit zu bekämpfen und damit die Welt zu retten. Da der Autor hier einen bereits altbekannten Protagonisten wählte und diesen durch einen "billigen Trick" (Gedächtnisschwund) als Neuling hinstellt, fühlte sich "Son of Neptune" mehr wie ein Reboot als wie eine Fortsetzung der Reihe an. Auch seine beiden Begleiter brachten nichts Neues. Das hübsche Mädchen Hazel, dass darunter leidet, sich von ihrem menschlichen Elternteil entfremdet zu haben, und der Nicht-Weisse Tollpatsch Frank, der sich aber als mutiger und mächtiger herausstellt, als es zu Beginn den Anschein hatte, erinnern doch stark an Annabeth und Grover. Ich hätte mir gewünscht, dass Rick Riordan mal wieder etwas Neues bringen würde, anstatt das altbekannte Schema immer wieder neu aufzuwärmen.

Der Schreibstil des Autors Rick Riordan ist flüssig, teilweise aber doch etwas gar einfach gehalten. Besonders bei Dialogen ist mir das ewige "he said", "she said" negativ aufgefallen, da hätte ich mir etwas mehr Vielfalt gewünscht.

Die Hörbuchversion wird von Joshua Swanson gelesen, der seine Sache gut gemacht hat. Es war sehr angenehm, im zuzuhören.

Mein Fazit

Immer noch unterhaltsam, aber etwas Neues wäre mal wünschenswert.






Freitag, 14. Juli 2017

Sieh nichts Böses


Bildquelle

von Inge Löhnig

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 16.06.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 16.06.2017
  • Verlag : Ullstein Taschenbuch Verlag
  • ISBN: 9783548613192
  • Flexibler Einband 448 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Der Ullstein Taschenbuch Verlag und Vorablesen haben mir das Taschenbuch kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!


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Bücher der Reihe:
Der Sünde Sold
In weisser Stille
So unselig schön
Schuld währt ewig
Verflucht seist du
Deiner Seele Grab
Nun ruhet sanft
Sieh nichts Böses 


Inhalt


Sieh nichts Böses. Hör nichts Böses. Tu nichts Böses.

Der Münchner Kommissar Konstantin Dühnfort ist glücklich wie nie zuvor. Gerade ist er mit Gina von der Hochzeitsreise zurückgekehrt, die beiden freuen sich auf ihr erstes Kind. Doch ein überraschender Fund reißt Dühnfort aus seiner privaten Idylle. An einem nebligen Novembertag spüren Leichensuchhunde bei einer Polizeiübung den halbverwesten Körper einer jungen Frau auf. Neben ihr liegt eine kleine Messingskulptur – ein Affe, der seinen Unterleib bedeckt. Seine Bedeutung: Tu nichts Böses. Dühnfort findet heraus, dass es sich um eine seit Jahren vermisste Frau handelt. Er stößt auf einen weiteren ungeklärten Mord und kommt so einem niederträchtigen Rachefeldzug auf die Spur, der noch lange nicht beendet ist. Denn wieder verschwindet eine Frau.
(Quelle: Ullstein)


Meine Meinung


In einem Park wird eine Leiche gefunden, die dort schon länger gelegen hat. Durch den Zeitablauf fällt es Kommissar Tino Dühnfort schwer, die Tat zu rekonstruieren und den Täter zu finden. Gleichzeitig läuft auch bei ihm zu Hause nicht alles so rund, wie es zunächst den Anschein gemacht hat.

"Sieh nichts Böses" ist bereits der 8. Krimi um die Polizisten Gina Angelucci und Tino Dühnfort. Die Bände sind jeweils in sich abgeschlossen und können auch einzeln gelesen werden. Das Privatleben entwickelt sich zwar von Band zu Band weiter, verstehen kann man aber auch die Nebenhandlungen gut ohne Vorkenntnisse.

Die Geschichte wird in der dritten Person in der Vergangenheit aus der Sicht eines allwissenden Beobachters erzählt. Die Handlung ist dabei aus mehreren Strängen aufgebaut. Neben dem Mordfall, den es aufzuklären gibt, spielt auch das Privatleben von Gina und Tino eine grosse Rolle, daneben Ginas eigener Kriminalfall (den der Leser allerdings nicht aktiv, sondern nur durch ihre Erzählungen mitverfolgen kann), der Alltag des Ehepaars Lindental sowie des Schuldenberaters Jasper Seyboth. Wie bei der Buchreihe üblich, zeigt sich im Laufe des Buches, wie die einzelnen Stränge zusammenhängen. Die Autorin Inge Löhnig versteht es dabei geschickt, ihre Leser immer wieder auf falsche Fährten zu locken, sodass die Beweise gegen einen Verdächtigen überwältigend erscheinen, mit der nächsten Spur dann aber alles wieder ganz anders erscheint. Als vorhersehbar würde ich den Krimi daher nicht bezeichnen, obschon ich schon einige (nicht viele) Seiten vor den Ermittlern auf den Täter gekommen bin.

In Inge Löhnigs Büchern spielt nicht nur der Krimi eine Hauptrolle, sondern auch das Privatleben der Ermittler und weiterer beteiligter Figuren. Vor allem in Bezug auf die beiden Protagonisten winkt die Autorin hier für meinen Geschmack allerdings etwas zu heftig mit der Moralkeule. Wer sich nicht vom Kriminalfall und den Ermittlungen ablenken lassen möchte, sollte sich bei der Wahl der Lektüre lieber anderweitig umsehen. In "Sieh nichts Böses" kann der Leser zudem, wie auch in den früheren Bänden der Reihe, die Tat teilweise beobachten. Dabei geht es meist mehr um das "warum" als um das "wer und wie". Die vielen Figuren haben mich teilweise etwas verwirrt, bis ich im Griff hatte, wer wer ist und was er mit der Geschichte zu tun hat.

Mein Fazit

Spannender Krimi mit viel Privatleben






Rezensionsexemplar


Mittwoch, 12. Juli 2017

Was verborgen bleiben sollte


Bildquelle

von Alexander Hartung

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 25.04.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 25.04.2017
  • Verlag : Edition M
  • ISBN: 9781477828151
  • E-Buch Text: 284 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


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Bücher der Reihe:
Bis alle Schuld beglichen
Vor deinem Grab
Wenn alle Hoffnung vergangen
Die Erinnerung so kalt
Was verborgen bleiben sollte 



Inhalt


Ausgerechnet Kripochef Bergman gerät in einem Schmuckgeschäft in einen bewaffneten Überfall mit Geiselnahme. Dass es sich um keinen normalen Raub handelt, wird schnell deutlich, denn die Täter ignorieren das Geld in der Kasse und brechen stattdessen die Wände im Keller auf.
Da die Verbrecher Verbindungen zur Polizei zu haben scheinen, kontaktiert Bergman heimlich nur Kommissar Jan Tommen und bringt sich damit selbst in Gefahr. Jan versucht mit seinen Teamkollegen Chandu, Max und Zoe die Geiselnahme zu beenden. Doch der Überfall ist nur der Beginn einer Verbrechensserie, die selbst Kommissar Tommen an seine Grenzen bringen wird.
(Quelle: Amazon)


Meine Meinung


Bergman, der Chef des Polizisten Jan Tommen, läuft überraschend in einen Überfall auf einen Juwelier. Doch die Täter scheinen es weder auf Schmuck noch auf Bargeld abgesehen zu haben, sondern legen im Keller ein Feuer. Um die Täter zu finden, muss Jan erst die Hintergründe verstehen, und das erweist sich als schwieriger als erwartet. Die Spuren führen weit in die Vergangenheit…

"Was verborgen bleiben sollte" ist der fünfte Krimi um den Polizisten Jan Tommen und sein unkonventionelles Team. Die Bücher sind in sich abgeschlossen und können auch alleine gelesen werden. Wer die Figuren etwas besser verstehen möchte, beginnt am besten mit dem ersten Band, "Bis alle Schuld beglichen", in dem sie eingeführt werden, danach ist die Reihenfolge eigentlich egal.

Die Geschichte wird aus der Beobachterperspektive erzählt, wobei der Leser allerdings kaum mehr erfährt als die Ermittler. Wie auch in den vorhergehenden Bänden werden die Figuren nicht besonders vertieft geschildert, eine Weiterentwicklung ist kaum erkennbar.

Was bei den Figuren fehlt, macht der Autor Alexander Hartung dafür mit der Handlung wett. Ziemlich rasant geht es los, danach führen viele Wendungen und Überraschungen den Leser in die Irre. Miträtseln ist aufgrund der mageren Infos schwierig, aber es wird zumindest nie langweilig. Einige Wendungen erscheinen allerdings etwas gar weit hergeholt.

Der Schreibstil von Alexander Hartung ist eher einfach gehalten und lässt sich flüssig lesen. Wie dem Nachwort zu entnehmen ist, legt das Team um Jan Tommen nun eine Pause ein, es sollen aber später noch weitere Bände folgen, die ich sicher auch lesen werde.

Mein Fazit

Rasant und überraschend






Daggis Buch-Challenge

Aufgabe 59, ein Buch, das Du vorbestellt hast. Das Buch ist zwar schon im April erschienen, aber ich hatte es bereits im Januar vorbestellt und bin erst jetzt dazu gekommen, es zu lesen.


Montag, 10. Juli 2017

[Hörbuch] Eragon 4: Das Erbe der Macht


Bildquelle

von Christopher Paolini
übersetzt durch Michaela Link
gelesen von Andreas Fröhlich

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 19.11.2011
  • Aktuelle Ausgabe : 19.11.2011
  • Verlag : Random House Audio, Deutschland
  • ISBN: 9783837112597
  • herunterladbare Audio-Datei: 19h 10
  • Sprache: Deutsch

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Bücher der Reihe:
Das Vermächtnis der Drachenreiter
Der Auftrag des Ältesten
Die Weisheit des Feuers
Das Erbe der Macht



Inhalt


Ein schrecklicher Krieg wütet in Alagaësia. Alle Völker haben sich zusammengeschlossen und ziehen in den Kampf gegen Galbatorix, den grausamen Herrscher des Imperiums. Eragon weiß, dass er und Saphira ihm irgendwann gegenüberstehen werden. Treue Gefährten kämpfen an seiner Seite, allen voran die wunderschöne, kluge Elfe Arya. Doch der finstere König ist nahezu unbesiegbar, denn er besitzt die Macht zahlloser Drachen, deren Seelenhort, den Eldunarí, er an sich gerissen hat. Ein neuer Drache und ein neuer Drachenreiter verändern das Kräfteverhältnis. Wird Eragon Galbatorix besiegen können? Oder muss er sich geschlagen geben? Eine Prophezeiung besagt, dass Eragon Alagaësia für immer verlassen wird ...


Meine Meinung



"Das Erbe der Macht" ist der vierte und letzte Band der Reihe um den Drachenreiter Eragon. Die Handlung der Bände baut aufeinander auf, die Bücher sollten daher in der vorgesehenen Reihenfolge gelesen werden.

Wie schon bei den Vorgängern wird auch "Das Erbe der Macht" aus wechselnder Perspektive erzählt, in erster Linie aus der Sicht von Eragon, Roran und Nasuada. Zum besseren Überblick wird die erzählende Person jeweils bei Kapitelbeginn genannt. Lieder gingen mit die meisten der Figuren auch im vierten Band ziemlich auf die Nerven. Sie wirkten oft arrogant und selbstmitleidig. So macht sich die stolze Kriegerin Nasuada, die das grösste Heer der freien Welt anführt, Gedanken darüber, dass ein paar Narben auf ihren Armen sie weniger attraktiv für potentiell Heiratswillige machen könnten, und Eragons Gedanken drehen sich hauptsächlich um die Schmerzen, die er erleiden muss (was auch angestossene Schienbeine und den Zusammenprall mit Insekten beinhaltet…). Roran metzelt munter hunderte von Gegnern nieder, macht sich dann bei einem Einzelnen aber böse Vorwürfe, dass er ihm das Leben genommen hat (um wenige Zeilen später schon wieder klare Mordpläne zu schmieden).

Die Handlung von "Das Erbe der Macht" wäre eigentlich interessant, wurde aber wie auch bei den Vorgängern durch unnötig detaillierte Schilderung von absoluten Nebensächlichkeiten sehr zäh aufgeblasen. So verfolgt der Leser über mehrere Seiten, wie aus Schlamm eine schöne runde Kugel geformt wird. Wieso? Na weil es machbar ist! Relevante Handlungsteile, wie das Vorrücken der Armee auf die Hauptstadt, werden dann wieder mit einige wenigen Sätzen abgehandelt. Die grösste Enttäuschung diesbezüglich war der Kampf mit Galbatorix, auf den nun vier Bände hingearbeitet haben, und der eigentlich gar nicht wirklich stattfand. In einem Punkt hat mich der vierte Eragon-Band etwas an den "Herrn der Ringe" von J.R.R. Tolkien erinnert (aber nicht in guter Weise): nach dem eigentlichen Abschluss der Handlung ist die Geschichte nicht zu Ende, sondern dreht sich noch ewig darum, wer aus welchen Gründen nach der grossen Schlacht was macht. Diese Schlussszenen zogen sich ewig in die Länge und liessen die Spannung tief fallen, und dabei wurden die meisten Handlungsstränge nicht mal zu Ende erzählt und dutzende von Fragen offen gelassen.

Die Kriegssituation, in der die Handlung grösstenteils spielt, ist zudem enorm unrealistisch dargestellt (ja, ich erwarte auch in Fantasyliteratur ein gewisses Mass an Realismus). So nehmen sich offenbar die Krieger abends jeweils die Zeit, ein Nachthemd anzuziehen, und wenn es dann einen nächtlichen Angriff gibt, rennen sie im Morgenmantel aus dem Zelt. Kettenhemden werden übergeworfen, als wenn es sich dabei um dünne Strickjacken handeln würde, dabei kann so ein Ding gut und gerne 20 Kilo wiegen. Dass manche Figuren auch mit abgehackten Gliedmassen weiterkämpfen kann ich hingegen verzeihen, schliesslich sind sie ja so etwas wie Superhelden.

Der Schreibstil des Autors Christopher Paolini ist eher einfach gehalten, was mich grösstenteils nicht gestört hat. Störender fand ich die ewige Ausdehnung von Beschreibungen, die den Band auf gefühlt das vierfachte Volumen dessen ausdehnten, das zur Erzählung der Handlung nötig gewesen wäre. Formulierungen wie "der imposante Bau war in der Tat imposant" haben mich allerdings zum Schmunzeln gebracht.

Wie immer hat der Sprecher Andreas Fröhlich seine Arbeit auch hier souverän erledigt, auch wenn mich die deutsche Aussprache der Namen (Murr-Tack, Angela wie Frau Merkel, Slo-An) durch alle vier Bände hinweg gestört hat.

Mein Fazit

Die eigentlich spannenden Szenen sind zu kurz geraten, das zähe Drumherum dagegen viel zu ausführlich.








Daggis Buch-Challenge

Aufgabe 3, ein Buch mit einem überwiegend grünen oder türkisen Cover


Donnerstag, 6. Juli 2017

Verletzung


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von Manuela Obermeier

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 12.02.2016
  • Aktuelle Ausgabe : 12.02.2016
  • Verlag : Ullstein Taschenbuch Verlag
  • ISBN: 9783548287478
  • Flexibler Einband 448 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


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Bücher der Reihe:
Verletzung
Tiefe Schuld


Inhalt


Sie will nicht gesehen werden. Sie will nicht gefunden werden. Hauptkommissarin Toni Stieglitz hat sich gerade von ihrem Freund Mike getrennt. Niemand darf wissen, wo sie jetzt wohnt. Denn Mike, selbst Polizist, schlägt sie. Ihre Kollegen sollen nichts davon erfahren. Zu sehr schämt Toni sich. Jetzt aber setzt sie sich endlich zur Wehr. Zur gleichen Zeit beginnt eine Mordserie in München. Mehrere Frauen werden brutal umgebracht. Toni jagt den Mörder, doch bald wird sie von ihrer Vergangenheit eingeholt. Wer ist der Schatten, der nachts immer wieder auftaucht und sie verfolgt? Der Mörder? Oder ihr Exfreund Mike?
(Quelle: Ullstein)


Meine Meinung



In München wird eine ermordete junge Frau im roten Mantel aufgefunden. Für die Hauptkommissarin Toni Stieglitz scheint es zunächst ein Routinefall zu sein, bis eine andere Tote in einer roten Jacke gefunden wird. Zufall, oder besteht da ein Zusammenhang?

Die Geschichte wird in der dritten Person in erster Linie aus der Sicht der Protagonistin Toni erzählt. Ich hatte über grosse Teile des Buchs hinweg Mühe, mich mit Toni anzufreunden. Sie ist seit kurzem Single, weil sie es endlich geschafft hat, sich von ihrem gewalttätigen Freund zu trennen. Sie denkt aber nicht daran, den Typen anzuzeigen oder sich Hilfe zu holen, sei es von Freunden oder einem Psychologen. Und Hilfe braucht sie eindeutig, sie ist ein reines Nervenbündel, sieht ihren Ex in jedem Schatten und kann sich kaum auf ihre Arbeit konzentrieren und erleidet regelmässig Panikattacken. Ich hoffte bei jedem Dialog mit Kollegen, dass sie endlich mit der Sprache rausrückt, um dem Widerling die gerechte Strafe zukommen zu lassen, aber nein, nichts geschah. Zudem erschien sie mir oft gar unnötig zickig gegenüber ihren Arbeitskollegen. Das Ende hat mich dann allerdings wieder etwas mit ihr versöhnt, sodass ich dem nächsten Band mit ihr positiv eingestellt bin.

Die Handlung ist ziemlich linear aufgebaut, ohne grosse Wendungen. Leider gibt es ein Schema, das sich viel zu oft wiederholt: Toni hat eine Idee zur Lösung des Falles, doch keiner hört ihr zu. Sie forscht alleine nach und stellt fest, dass ihre Ahnung richtig war. Dann hat sie die nächste Theorie, und wieder hört ihr niemand zu, und so weiter. Dieses Konzept finde ich zwar durchaus spannend, doch in der Wiederholung verliert es seinen Reiz. Die Haupthandlung, die Suche nach dem Mörder, wird zudem teilweise durch Tonis persönliche Probleme etwas in den Hintergrund gedrängt. Allzuviel Blut fliesst nicht, und die Verletzungen der Opfer werden nicht zu detailliert beschrieben. Allerdings besteht durchgehend eine unterschwellige Bedrohungsstimmung, die sensiblen Lesern an den Nerven zehren könnte.

Der Schreibstil der Autorin Manuela Obermeier liess sich flüssig lesen, blieb ansonsten aber unauffällig. Trotz meiner Kritikpunkte hat mich "Verletzung" gut unterhalten, sodass ich gerne auch den zweiten Band um Toni Stieglitz lesen werde.

Mein Fazit

Etwas repetitiv, und die Protagonistin hätte ich oft schütteln können, aber sehr unterhaltsam.








ABC-Challenge der Protagonisten

Toni = T weiblich

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