Montag, 22. Januar 2018

[Hörbuch] Zeitenzauber 2: Die goldene Brücke


von Eva Völler
gelesen von Annina Braunmiller-Jest
  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 15.05.2015
  • Aktuelle Ausgabe : 15.05.2015
  • Verlag : Bastei Lübbe
  • ISBN:9783838775630 
  • Mp3-Download: 10h 19
  • Sprache: Deutsch 


Hörprobe
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Bücher der Reihe:
Die magische Gondel
Die goldene Brücke
Das verborgene Tor



Inhalt


Nachdem Anna sich dem Geheimbund der Zeitwächter angeschlossen hat, lässt das nächste Abenteuer nicht lange auf sich warten. Mitten in ihrer Abiturprüfung ereilt sie eine Schreckensnachricht aus Paris: Sebastiano ist verschollen – und zwar im 17. Jahrhundert! Anna begibt sich auf eine gefährliche Reise und findet ihren Freund tatsächlich in Paris wieder. Doch es gibt ein neues Problem: Er hält sich für einen Musketier und hat keine Ahnung, wer Anna ist. Schafft sie es, seinem Gedächtnis auf die Sprünge zu helfen?
(Quelle: Bastei)


Meine Meinung


Nach ihren Erlebnissen im Venedig des Jahres 1499 ist die mittlerweile 19jährige Anna nun eine erfahrene Zeitreisende, die zusammen mit ihrem Freund Sebastiano immer wieder in die Vergangenheit reist, um dort dafür zu sorgen, dass sich die Geschichte so entwickelt, wie wir sie kennen. Als Sebastiano alleine ins Paris zu Zeiten von Ludwig dem 13. reist, geht allerdings etwas schief und Anna trägt die Verantwortung, die Welt, wie wir sie kennen, zu retten…

"Die goldene Brücke" ist der zweite Band der "Zeitenzauber"-Trilogie. Zum besseren Verständnis empfehle ich, zunächst den ersten Band, "Die magische Gondel", zu lesen. Das Buch enthält zwar viele Rückblicke auf Band 1 (wenn man wie ich gleich beide Hörbücher hintereinander hört etwas zu viele…), aber doch nicht genug Infos, um ohne Vorkenntnisse alles zu verstehen.

Auch im zweiten Band wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive von Anna in der Vergangenheit erzählt. Obschon sie nun einige Erfahrungen beim Zeitreisen sammeln konnte, hat sie sich im Vergleich zu Band 1 nicht wirklich weiterentwickelt. Sie zeigt immer noch auffälliges Desinteresse an Naturwissenschaften und wischt jede Erklärung zu Zeitreisen einfach weg, da sie sie ohnehin nicht verstehen würde. Immerhin hat sie in Sachen Sprache und Geschichte etwas dazugelernt, spricht mit Sebastiano italienisch und informiert sich zumindest oberflächlich über die Epochen, in die sie reist. Allerdings hat sie auch ihre schon in Band 1 nervige Eifersucht in Bezug auf Sebastiano weiterentwickelt und möchte jeder Frau die Augen auskratzen, die ihn auch nur näher anschaut. Das ist bei einem Teenager zwar nicht aussergewöhnlich, aber doch sehr anstrengend.

Die Handlung weist grosse Parallelen zu Band 1 auf. Wieder reist Anna (wenn auch dieses Mal geplant) in die Vergangenheit, hat Schwierigkeiten sich dort zurecht zu finden und darf erst zurückkehren, wenn sie eine bestimmte Tat verhindert hat. Auch sonst gleicht "Die goldene Brücke" in vielen Aspekten" dem ersten Band "Die magische Gondel". Auch hier versucht Anna immer wieder, moderne Ausdrücke zu verwenden, die durch die "Sperre" in zeitgemässe umgewandelt werden. Da mir Band 1 sehr gut gefallen hat, hat mich auch der zweite Anlauf gut unterhalten, auch wenn ich mir mehr Innovation gewünscht hätte.

Der Schreibstil von Eva Völler wirkt auch hier etwas flapsig und ziemlich flüssig, allerdings fand ich die vielen Wiederholungen auf Dauer etwas ermüdend. Ich habe nicht mitgezählt, wie oft sich Anna daran stört, dass Sebastiano in Paris Sébastien heisst, aber es zwar entschieden zu oft für meinen Geschmack. Auch der zweite Band wird von Annina Braunmiller-Jest gelesen, die ich immer noch für sehr gut geeignet für die Aufgabe halte.

Mein Fazit

Mehr Innovation wäre wünschenswert gewesen.







Cover Challenge

Aufgabe 43, ein Buch mit einem Cover, auf dem etwas zu sehen ist, was man am Himmel finden kann.Das Cover zeigt unter anderem den Mond.

Daggis Buch-Challenge

Aufgabe 52, ein Buch mit einen Protagonisten, dessen Vorname mit dem gleichen Buchstaben beginnt, wie Dein eigener Vorname. Mein Vorname beginnt mit A, genau wie Anna. 

Lovelyboos Themenchallenge

Aufgabe 37, ein Buch, auf dessen Cover Nacht ist.






Samstag, 20. Januar 2018

Hangman - Das Spiel des Mörders


Bildquelle

von Daniel Cole
übersetzt durch Conny Lösch

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 02.01.2018
  • Aktuelle Ausgabe : 02.01.2018
  • Verlag : Ullstein Taschenbuch Verlag
  • ISBN: 9783548289212
  • Flexibler Einband 480 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


Der Ullstein Taschenbuch Verlag und Netgalley haben mir das eBook kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!



Leseprobe
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Bücher der Reihe:
Ragdoll - Dein letzter Tag
Hangman - Das Spiel des Mörders



Inhalt


In New York wurde ein Toter von der Decke hängend gefunden, das Wort „Köder“ ist tief in seine Brust geritzt. Das lässt nur einen Schluss zu: Ein Killer kopiert den berühmten Londoner Ragdoll-Fall. Chief Inspector Emily Baxter wird sofort von den US-Ermittlern angefordert.

In den USA ist der Druck der Medien enorm. Als ein zweiter Toter entdeckt wird, diesmal mit dem Wort "Puppe" auf der Brust, dreht die Presse völlig durch und mit ihr die Internet-Communities.

Baxter und ihre Kollegen von FBI und CIA werden zum Spielball des grausamen Mörders – wer kann seinen Irrsinn stoppen? Und wer hält im Hintergrund die Fäden in der Hand?
(Quelle: Ullstein)


Meine Meinung


In London und in New York werden Morde verübt, die augenscheinlich einen Zusammenhang haben. Die Londoner Polizei arbeitet mit FBI und CIA zusammen, um den Fall zu lösen, bevor es noch mehr Tote gibt…

Gemäss Nachwort sollte man zum Verständnis unbedingt den ersten Band der Reihe "Ragdoll" zuvor gelesen haben. Ich kenne den Vorgänger, finde aber, dass "Hangman" auch ohne Vorkenntnisse gut verstanden werden kann (einige Rezensenten scheinen da allerdings anderer Meinung zu sein).

Die Geschichte wird in der dritten Person aus der Sicht eines allwissenden Beobachters erzählt, der in alle Figuren hineinsehen kann. Ich fand das stellenweise ziemlich unübersichtlich, wenn innerhalb weniger Sätze nicht nur die Gefühle der einen, sondern auch gleich aller anderen Figuren beschrieben werden. Zudem fand ich praktisch alle Figuren ziemlich unausstehlich. Schon im ersten Band konnte ich den damaligen Protagonisten Wolf nicht leiden, gab der Reihe aber noch eine Chance, da dieser hier nicht mitspielt. Dafür nimmt Emily Baxter hier umso mehr Raum ein und bugsierte sich bei mir mit ihrer unfreundlichen, ruppigen und unanständigen Art direkt ins Abseits. Für meinen Geschmack gibt es in "Hangman" insgesamt zu viele Figuren, sodass ich es bald aufgegeben habe, die vielen Namen voneinander unterscheiden zu wollen.

Auch die Handlung fand ich nicht sonderlich spannend. Es gibt viele Tote und eine Actionszene jagt die andere, aber da der Leser bis auf eine niemanden zuvor kennengelernt hat, liessen mich die ganzen Opfer ziemlich kalt. Der Autor Daniel Cole versucht, die ziemlich brutale Handlung mit Humor aufzulockern, der mir allerdings zu plump war. Es wird sicherlich Leute geben, die darüber lachen können, wenn Special Agent Rouches Name immer wieder falsch ausgesprochen wird oder wenn drei hochrangige Ermittlungsbeamte die Nacht aus Angst vor einer Spinne aneinandergekuschelt im gleichen Bett verbringen, aber ich gehöre nicht dazu.

Leider konnte mich Daniel Coles Reihe auch mit dem zweiten Band nicht ansprechen. Das war's für mich, einen weiteren Band werde ich nicht mehr lesen.

Mein Fazit

Ich steige aus








Cover Challenge

Aufgabe 47, ein Buch mit einem dunklen Cover. 

ABC-Challenge der Protagonisten

Emily = Y weiblich

Lovelybooks Themenchallenge

Aufgabe 1, ein Buch, auf dessen Cover ein roter Gegenstand abgebildet ist (kein Lebewesen).




Rezensionsexemplar


Donnerstag, 18. Januar 2018

Stravaganza - Stadt der Masken


Bildquelle

von Mary Hoffman
übersetzt durch Eva Riekert

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.06.2003
  • Aktuelle Ausgabe : 23.01.2008
  • Verlag : Arena
  • ISBN: 9783401029740
  • Flexibler Einband 353 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


Das Buch ist zurzeit nur gebraucht oder im Set mit Band 2 und 3 erhältlich. Aber bald wird eine neue Taschenbuchversion erscheinen.


Bücher der Reihe:
Stadt der Masken
Stadt der Sterne
Stadt der Blumen
Stadt der Geheimnisse
City of Ships (nicht auf deutsch erschienen)
City of Swords (nicht auf deutsch erschienen)



Inhalt


Lucien ist ein Stravaganti - er kann durch Raum und Zeit reisen. Eines Tages landet er in Bellezza, einer wunderschönen, schillernden Wasserstadt im 16. Jahrhundert. Doch der Schein trügt: In den engen und verworrenen Gassen der Stadt treiben politische Spione und Auftragsmörder ihr Unwesen. Schneller, als ihm lieb ist, wird Lucien in diese Intrigen verwickelt - und selbst zur Zielscheibe der Verschwörer
(Quelle: Amazon)


Meine Meinung


Der Teenager Lucien hat Krebs. Als ihm sein Vater zur Aufmunterung ein schönes Notizbuch mitbringt, weiss er nicht, dass es sich nicht um ein gewöhnliches Buch handelt. Wenn Lucien es beim Einschlafen in der Hand hält, reist er im Schlaf nach Bellezza, einer Stadt in einer Parallelwelt, die Venedig gleicht. Dort heisst Lucien Luciano, ist gesund und soll mithelfen, die Regentin der Stadt vor einer Verschwörung zu retten…

Die Geschichte wird aus der Sicht eines allwissenden Beobachters erzählt, der immer weiss, was in den Köpfen der Figuren vor sich geht. Am häufigsten liegt der Fokus dabei auf den Protagonisten Lucien und auf Arianna, einer gleichaltrigen Jugendlichen aus Bellezza. Lucien fand ich vor allem in den Szenen in unserer Welt sehr lebensecht dargestellt. Seine Frustration über seine Krankheit und vor allem die Schwäche, die die Chemotherapie hinterlassen hat konnte ich gut nachempfinden. In Bellezza wirkt er allerdings etwas blasser, da er da hauptsächlich in den Tag hineinlebt und sich wenig Gedanken macht. Arianna hingegen lehnt sich gegen die geltenden Regeln auf, die sie als Frau benachteiligen. So kann sie nicht Mandoliere werden, was ihr grosser Berufstraum ist, und sobald sie 16 wird, muss sie bis zu ihrer Heirat eine Maske tragen und darf ihr Gesicht in der Öffentlichkeit nicht mehr zeigen.

Die Handlung besteht aus zwei Strängen, die einerseits die Geschehnisse in unserer Welt, andererseits die in Bellezza beschreiben. Zur besseren Unterscheidung werden im Buch zwei verschieden Schriftarten verwendet. In unserer Welt passiert nicht sonderlich viel. Da Lucien an Krebs leidet, liegt er meist im Bett. Nur einmal unternimmt er mit seinen Eltern eine grössere Reise, während der sich die Geschichte auf unsere Welt konzentriert, die sonst nur eine Nebenrolle spielt.

Die Hauptgeschichte spielt in Bellezza, das unserem Venedig im 16. Jahrhundert sehr gleicht, aber doch nicht dieselbe Stadt ist. Ein Hauch von Magie scheint die Stadt zu umgeben, auch wenn wirkliche Zauberei nie wirklich sichtbar wird. Während Lucien zunächst nicht weiss, wieso er in Bellezza gelandet ist, wird bald klar, dass seine Anwesenheit mit der Duchessa, der Regentin der Stadt, zu tun haben muss. Die Handlung ist spannend aufgebaut und enthält auch die eine oder andere Wendung, wenn auch keine grossen Überraschungen. Vereinzelte Logiklöcher sind mir aufgefallen, haben mir den Spass an der Geschichte aber nicht verdorben.

Der Schreibstil der Autorin Mary Hoffman lässt sich flüssig lesen und bleibt unauffällig.

Mein Fazit

Märchenhafte, wenn auch etwas vorhersehbare Erzählung über ein fantastisches Venedig. 








Cover Challenge

Aufgabe 42, ein Buch mit einem glänzenden oder funkelnden Cover. Bei meiner broschierten Ausgabe glitzert die Maske mit einem Silber-Holo-Effekt.

Daggis Buch-Challenge

Aufgabe 20, ein Buch in dem Krankheit oder Tod eine Rolle spielt. Der Protagonist Lucien leidet an Krebs. 

ABC-Challenge der Protagonisten

Lucien = L männlich



Dienstag, 16. Januar 2018

Das Jesus-Experiment


Bildquelle

von Bernd Roßbach
  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 16.01.2018
  • Aktuelle Ausgabe : 16.01.2018
  • Verlag : FeuerWerke Verlag
  • ISBN: 9783945362334
  • Flexibler Einband 400 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Der Autor Bernd Roßbach hat mir das eBook kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!



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Inhalt


Der Hirnforscher Tom Jennings ist auf dem Höhepunkt seines Erfolges angelangt. Ein von ihm erfundenes Verfahren macht vererbte Erinnerungen sichtbar und stellt so die Welt, wie wir sie kennen, auf den Kopf. Als Jennings im Zuge seiner Forschungen auf die Autistin Giulia trifft, verändert dies alles. Denn sie ist die direkte Nachfahrin von Pontius Pilatus, der IHN mit eigenen Augen gesehen hat. Nach Jahrtausenden wird die Welt somit erstmals Bilder von Jesus Christus zu sehen bekommen. Als dadurch jedoch Zweifel an der Auferstehung des Messias wach werden, wendet sich die älteste Macht der Welt gegen Jennings, und eine Treibjagd durch Rom, Verona und die Katakomben von Paris beginnt.
(Quelle: FeuerWerke)


Meine Meinung


Der Wissenschaftler Tom Jennings hat eine Technik entwickelt, mithilfe derer er "vererbte Erinnerungen" sichtbar machen kann, also Erinnerungen an Ereignisse, die nicht die untersuchte Person selbst, sondern einer ihrer Vorfahren erlebt hat. Während er zunächst als grosser Fernsehstar aufsteigt, gerät er in tödliche Gefahr, als er sich auf die Suche nach einer Nachfahrin von Pontius Pilatus macht, mit deren Hilfe er Erinnerungen an Jesus Christus zeigen könnte. Denn nicht jeder will, dass die Menschheit in Jesus' Augen sehen kann…

Die Geschichte wird in der dritten Person erzählt, hauptsächlich aus der Sicht des Protagonisten Tom Jennings, stellenweise aber auch aus anderer Perspektive. Lieder konnte ich mich nicht wirklich in Tom hineinfühlen. Was treibt ihn an? Ist es das Geld, der Ruhm oder doch die wissenschaftliche Neugier? Auch über die anderen Figuren erfährt der Leser nur wenig.

Die Handlung entwickelt sich zunächst nur langsam. Auf vielen Seiten wird erst das Grundgerüst der Geschichte aufgebaut, bis die Sache so wirklich ins Rollen gerät. Danach ging mit vieles allerdings zu schnell. Zu viele Personen werden eingeführt, zu viele zu schnell ermordet, zu schnell reist der von Interpol gesuchte Jennings durch halb Europa, ohne dass es jemandem auffällt. So erschien mit das Tempo recht unausgeglichen. Lange Zeit passiert zu wenig, dann plötzlich viel zu viel auf einmal. Zudem hätte ich mir mehr "Mystery", mehr Rätsel gewünscht. Es stellen sich während des ganzen Buches recht wenig Fragen. Es ist klar, worum es geht (ein "Live-Video" von Jesus) und warum manche Menschen das nicht wollen (es könnte das "göttliche" von Jesus zunichte machen), die einzige Frage die bleibt ist, wer genau die Bösen sind. Und auch hier ist die Auflösung in meinen Augen nicht sonderlich überraschend. Der Nebenstrang mit der Erinnerungsbeeinflussung durch Regierungsbehörden wirkte auf mich etwas aufgesetzt und unnötig.

Der Schreibstil des Autors Bernd Roßbach lässt sich flüssig lesen. Allerdings ist mir der sehr häufige Gebrauch des Begriffs "Hirnforscher" für Jennings aufgefallen. Natürlich ist das nicht falsch, aber irgendwie klingt es so plump. Ein Fachbegriff wie "Neurowissenschaftler" (oder wie auch immer man Jennings' Tätigkeit genau einordnen will) hätte ich da eleganter gefunden.

Obschon ich grundsätzlich ein grosser Fan von Wissenschafts- und Religionsthriller bin, konnte mich "Das Jesus-Experiment" nicht wirklich überzeugen. Die wissenschaftlichen und religiösen Hintergründe klingen für mich als Laien überzeugend, ob sie es wirklich sind kann ich mangels Fachwissen natürlich nicht beurteilen. Das Buch ist durchaus unterhaltsam, aber atemberaubende Spannung wollte sich bei mir nicht einstellen.

Mein Fazit

Zu unausgewogen im Tempo






Cover Challenge

Aufgabe 12, ein Buch mit einem Gebäude auf dem Cover. 

Daggis Buch-Challenge

Aufgabe 18, ein Buch in dem Politik oder Religion eine Rolle spielen 

ABC-Challenge der Protagonisten

Tom = T männlich

Lovelybooks Themenchallenge

Aufgabe 14, ein Buch, das 2018 erstmalig erschienen ist.



Rezensionsexemplar 


 

Montag, 15. Januar 2018

[Hörbuch] Caraval


Bildquelle

von Stephanie Garber
übersetzt durch Diana Bürgel
gelesen von Marie Bierstedt

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 20.03.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 20.03.2017
  • Verlag : HörbucHHamburg HHV GmbH
  • ISBN: 9783844915648
  • Mp3-Download: 
  • Sprache: Deutsch 


Hörprobe
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Inhalt


Scarlett lebt in der Obhut ihres gewalttätigen Vaters auf einer abgeschiedenen Insel. Sie sehnt sich danach, die Heimat zu verlassen und an dem legendären Spiel Caraval teilzunehmen, das die magische Erfüllung von Wünschen, Abenteuer und Freiheit verspricht. Als Scarlett vor ihrem Vater flieht und Caraval zum ersten Mal betritt, fühlt sie sich am Ziel ihrer Träume. Doch etwas Dunkles und Geheimnisvolles umgibt das verzauberte Spiel. Ist Caraval wirklich das, was Scarlett sich erhofft hat, oder steckt etwas viel Gefährlicheres dahinter?
(Quelle: Hörbuch Hamburg)


Meine Meinung


Seit sie ein kleines Mädchen war träumt Scarlett davon, einmal das Spiel Caraval zu besuchen. Kurz vor ihrer Hochzeit ist es endlich soweit und sie erhält die begehrte Einladung. Wird ihr das Spiel die erhoffte Erlösung von ihrem gewalttätigen Vater bringen, oder birgt es nur weitere Gefahren?

Die Geschichte wird in der dritten Person aus der Sicht der Protagonistin Scarlett erzählt. Wirklich warm wurde ich mit Scarlett nicht. Sie erschien mir sehr ängstlich und weinerlich, was durch die Sprecherin noch betont wurde. Sie macht sich immer nur Sorgen, was alles schiefgehen könnte, anstatt sich auf ihre Aufgaben zu konzentrieren. Dazu erschien sie mir öfters ziemlich naiv und begriffsstutzig. Noch weniger als Scarlett mochte ich allerdings ihre Schwester Donatella. Ein furchtbar egoistisches und verlogenes Miststück, dass nur ihren eigenen Vorteil im Auge hat, egal wer darunter leidet. Über die weiteren Figuren erfährt der Leser (oder in meinem Fall Hörer) perspektivenbedingt nur wenig. Der Vater der beiden scheint ein sadistischer Tyrann zu sein, während der männliche Hauptdarsteller Julian der einzige war, der mir irgendwie sympathisch erschien und durch seine mysteriöse Art interessant blieb.

Bei der Handlung blieb mir vieles unklar. Was ist dieses Caraval eigentlich, warum spielen die Menschen es (nicht Scarlett und Donatella, das wird erklärt, aber alle anderen) und warum ist es so unglaublich beliebt? Scarletts Erlebnisse klingen nicht so, wie wenn das Spiel besonders viel Spass machen würde. Geht es nur um den Gewinn? Über lange Strecken hinweg passiert in der Geschichte nur wenig, sodass die Spannung eher tief bleibt. Auch die Rätsel, denen Scarlett folge muss, um das Spiel zu gewinnen, laden nicht zum Miträtseln ein, da dem Leser die nötigen Infos fehlen. Die Autorin hat durchaus gute, aussergewöhnliche Ideen, die aber zu wenig ausgereizt werden. Auf jeden Fall hatte ich anhand des Klappentextes mehr erwartet. Mehr Spiel, aber auch mehr Magie.

Den Schreibstil der Autorin Stephanie Garber fand ich etwas verwirrend. Ständig werden irgendwelche Farben genannt, von zinnoberrot bis salbeigrün. Was wohl unter anderem damit zusammenhängt, dass Scarlett Gefühle als Farben sieht. Wieso das so ist, wird nicht erklärt, und einen wirklichen Einfluss auf die Geschichte hat es auch nicht. Zudem sind mir die vielen Wiederholungen aufgefallen, bestimmte Situationen oder Personen werden immer wieder mit den gleichen Worten geschildert, was auf die Dauer etwas langweilig war.

Das Hörbuch wird von Marie Bierstedt gelesen. Wie bereits erwähnt hat sie mich nicht überzeugt, mit ihrem stets etwas weinerlichen Tonfall machte sie mir Scarlett noch unsympathischer, als sie mir ohnehin war. Positiv anmerken möchte ich aber ihre deutliche Aussprache, die das Zuhören angenehmer gemacht hat.

Mein Fazit

Ich hatte mehr erwartet






Cover Challenge

Aufgabe 37, ein Buch mit einem weißen Schriftzug

Daggis Buch-Challenge

Aufgabe 42, ein Buch das 2017 erschienen ist 

Lovelybooks Literarische Weltreise

Utopia, Mordor und Co: fantastische Länder

Lovelybooks Themenchallenge

Aufgabe 5, ein Buch, das weder in Westeuropa / Skandinavien noch den USA spielt.


Samstag, 13. Januar 2018

[Ich mag] Die drei Fragezeichen





Nachdem ich nun über drei Jahre fast ausschliesslich Buchrezensionen geschrieben habe, möchte ich nun mal etwas Neues ausprobieren. In meiner neuen Rubrik [mir gefällt] möchte ich mich Buchreihen, Hörspielen, Autoren widmen, die mich schon seit Jahren begeistern, ohne dabei vertieft auf ein einzelnes Werk einzugehen. Eine Gesamtschau über das, was ich aus der grossen weiten Buchwelt so mag, sozusagen.

Den Anfang machen hier "Die drei Fragezeichen". Falls es da draussen doch entgegen meinen Erwartungen jemanden geben sollte, der die Reihe nicht kennt, hier ein paar Infos dazu: in der (fiktiven) kalifornischen Kleinstadt Rocky Beach in der Nähe von Los Angeles haben sich die drei Schulfreunde Justus Jonas, Peter Shaw und Bob Andrews zu einem Detektivtrio zusammengefunden, um unter dem Namen "Die drei Detektive" mit dem Symbol von drei Fragezeichen und dem Motto "Wir übernehmen jeden Fall" ungewöhnliche Fälle aufzulösen. Dabei geht es nicht immer um Kriminalfälle, auch wenn meistens ein solcher hinter dem vermeintlichen Poltergeist, Ufo oder Ähnlichem steckt. Die Buchreihe entstand in den 1960ern in den USA, wurde aber erst in Deutschland ein grosser Erfolg und wird seit 1993 ausschliesslich auf Deutsch fortgesetzt. Die Bücher werden seit 1979 sehr erfolgreich als Hörspiele umgesetzt.

Natürlich habe ich die Reihe schon als Kind kennengelernt, aber damals eigentlich nur als Buch. Mein Bruder hatte eine einzige Kassette (Der seltsame Wecker), die ich natürlich bald auswendig konnte, aber ansonsten habe ich lieber "Die fünf Freunde" oder "TKKG" gehört. Viele viele Jahre später, Anfang 2011, habe ich meine heutige Wohnung bezogen. Vor meinem Schlafzimmer, ein paar Stockwerke tiefer, liegt eine Bushaltestelle, an der der Bus abends oft mit laufendem Motor einige Minuten wartet, um im Fahrplan zu sein, zudem gibt es schräg gegenüber eine Bar mit Terrasse, auf der sich die Gäste im Sommer bis halb eins nachts unterhalten. Nicht gerade der ruhigste Ort, wenn man wie ich sehr lärmsensibel ist, was das Schlafen angeht. Da ich mit Ohrstöpseln nicht schlafen kann, brauchte ich etwas, um den nervigen Lärm von draussen zu übertönen, und was gibt es da besseres, als einer spannenden Geschichte zu lauschen? So habe ich bald meine ersten CDs der drei Fragezeichen gekauft, und schon nach wenigen Monaten hatte ich meine Sammlung auf den aktuellen Stand ausgebaut und bestelle bis heute jede neue Geschichte vor (mittlerweile sind es 190 reguläre Fälle plus etliche Sondergeschichten, die nicht in der Nummerierung vorkommen).

Natürlich gibt es bei mittlerweile rund 200 Geschichten nicht nur Volltreffer. Einige finde ich sogar eher langweilig bis doof (beispielsweise den neusten Fall, "und die Kammer der Rätsel"). Aber es gab bisher noch keine, die ich komplett unhörbar fand (OK, bei einer knappen Stunde Spielzeit pro Fall kann man auch eine weniger tolle Geschichte "durchleiden"). In den meisten Fällen geht es um ein mehr oder weniger unheimliches Rätsel, dass sich eigentlich immer ganz logisch erklären lässt. Da gibt es für jeden Geschmack etwas, Fälle mit Geistern oder andern unheimlichen Vorkommnissen, Fälle in denen es um Sport geht, Fälle in denen ein Verbrechen im Zentrum steht und so weiter. Einige Geschichten mögen für kleinere Kinder vielleicht zu unheimlich sein, Blut fliesst allerdings nie (zumindest nicht in grösseren Mengen, höchstens aus einigen Schrammen).

Besonders toll an den Geschichten finde ich allerdings erst in zweiter Linie die Fälle an sich, sondern hauptsächlich das Zusammenspiel der drei Protagonisten. Anders als bei manch anderen Kinder- oder Jugendkrimis (ich denke da insbesondere an TKKG) haben die drei Fragezeichen keine eigentliche Hauptfigur und deren "Handlanger", sondern die drei sind gleichberechtigte (na ja, mehr oder weniger, Justus' Stimme zählt bei Abstimmungen jeweils doppelt) und vor allem gleich wichtige Mitglieder ihres Detektivteams. Alle drei müssen ihren Beitrag leisten, um die Fälle zu lösen. Dabei haben alle drei positive wie auch eher negative Seiten. Justus ist hochintelligent und sehr gebildet, aber auch unglaublich verfressen und oft ein furchtbarer Klugscheisser. Peter ist gross und sehr sportlich, aber auch ein ziemlicher Angsthase. Bob kennt sich super in Bibliotheken und dem Internet aus und hat über seinen Vater, der Journalist ist, auch eine gute Verbindung zur Presse, lässt sich aber zu leicht von Mädchen ablenken oder niederschlagen. Keiner wird so oft KO geschlagen wie Bob. So ist jede Figur vielschichtig und wirkt lebensecht. Damit wird wohl jeder jemanden finden, mit dem er sich identifizieren kann (oder findet sogar, so wie ich, in jedem der drei Eigenschaften, die er auch von sich selbst kennt).

Ebenfalls erwähnenswert finde ich, dass die Sprecher in all den Jahren immer die selben geblieben sind (mit wenigen Ausnahmen. Der Erzähler wurde mehrere Male ausgetauscht und leider sind einige Sprecher bereits verstorben und mussten ersetzt werden). Wenn man sich kurz nacheinander einen der ersten Fälle und darauf einen neueren anhört, merkt man gut, wie die drei Jungs, die zu Beginn der Hörspielreihe tatsächlich noch Jugendliche waren, doch deutlich erwachsenere Stimmen bekommen haben. Aber sie vermögen auch mit mittlerweile rund 50 Jahren immer noch als Jugendliche zu überzeugen und es ist ihnen anzuhören, dass ihnen der Job auch immer noch Spass macht.

Den Autoren der Buchreihe (da gibt es mehrere) ist bewusst, dass es sehr viele Fans wie mich gibt, die die drei Detektive schon seit Jahren oder gar Jahrzehnten verfolgen und darum schon lange nicht mehr der eigentlichen Zielgruppe einer Jugend-Krimireihe angehören. Aber sie schaffen es immer wieder, Abenteuer zu schreiben, die nicht nur mich, sondern auch meinen mittlerweile elfjährigen Patenjungen begeistern (den habe ich in jahrelanger Arbeit, zunächst mit der Kids-Reihe für die ganz kleinen, angefixt), sodass aus den drei Fragezeichen eine Reihe geworden ist, die die ganze Familie zusammen geniessen kann. 






Donnerstag, 11. Januar 2018

Aschenputtel


Bildquelle

von Kristina Ohlsson
übersetzt durch Susanne Dahmann

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 26.10.2011
  • Aktuelle Ausgabe : 17.09.2012
  • Verlag : Blanvalet
  • ISBN: 9783442375806
  • Flexibler Einband 480 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


Leseprobe
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Bücher der Reihe:
Aschenputtel
Tausendschön
Sterntaler
Himmelsschlüssel
Papierjunge


Inhalt


Hochsommer in Schweden. Es regnet Bindfäden. Der voll besetzte Schnellzug nach Stockholm muss außerplanmäßig halten. Eine junge Frau tritt hinaus aufs Bahngleis, um ungestört zu telefonieren – und wird von ihrer Tochter getrennt, als der Zug ohne Vorwarnung weiterfährt. Der Schaffner wird alarmiert, doch als er das kleine Mädchen abholen will, ist es spurlos verschwunden. Das Ermittlerteam um Kommissar Alex Recht und Fahndungsspezialistin Fredrika Bergman wird auf den Fall angesetzt. Als wenig später ein zweites Kind verschleppt wird, wird der Fall zu einem Albtraum …
(Quelle: Blanvalet)


Meine Meinung


Aus einem Zug von Göteborg nach Stockholm wird ein kleines Mädchen entführt. Ob das Motiv in der Vergangenheit der Mutter liegt?

Die Geschichte wird in der dritten Person aus wechselnder Perspektive erzählt, in erster Linie aus der Sicht der drei Ermittler Fredrika Bergmann, Alex Recht und Peder Rydh. Peder war mir ziemlich unsympathisch, ein arroganter und sexistischer Typ, der seiner Frau die alleinige Schuld an ihren ehelichen Schwierigkeiten gibt und sie deswegen betrügt. Da Fredrika eine Frau ist und auch noch studiert hat, hält er sie für unfähig, ihren Beruf richtig auszuüben. Fredrika hingegen erschien mir etwas zu weinerlich und jammernd. Alle paar Kapitel vergräbt sie sich in ihre Kindheitserinnerungen, als sie eine grosse Zukunft als Profimusikerin vor sich sah, bevor ein Autounfall diesen Traum zunichte machte. Ich kann durchaus nachvollziehen, dass manche verlorenen Träume auch noch nach langer Zeit schmerzen, aber nach 20 Jahren sollte man doch auch mal in der Lage sein, ein paar Tage lang nicht dem "was wäre, wenn" nachzuheulen… Alex hingegen ist der älteste der drei und der Chef des Teams. Er gibt als Legende und Teil seines Ermittlungsteams zu sein ist eine Ehre. Warum das so ist, wurde mir hingegen nicht klar, besondere Fähigkeiten konnte ich an ihm nicht entdecken. 

Die Handlung ist spannend aufgebaut und lädt zum miträtseln ein. Ich habe mich immer gefreut, wenn ich den Ermittlern bereits voraus war in ihren Gedankengängen (teilweise erschienen sie mir allerdings etwas gar begriffsstutzig). Leider verrät der Klappentext etwas zu viel, so wird dort bereits ein Ereignis angesprochen, das erst in der zweiten Buchhälfte geschieht und die Ermittlungen in eine komplett andere Richtung führt. Der Thriller-obligate finale Showdown ist etwas gar kurz geraten und findet nur auf wenigen Seiten statt, der wichtigste Teil davon gar nur in einer rückblickenden Erzählung. Auch das Privatleben der Ermittler nahm stellenweise etwas zu viel Platz ein für meinen Geschmack. Trotz dieser Kritikpunkte und einiger Längen blieb das Spannungslevel über das ganze Buch hinweg hoch, sodass ich es schnell verschlungen habe.

Der Schreibstil der Autorin Kristina Ohlsson lässt sich flüssig lesen. "Aschenputtel" hat mich trotz meinen kleineren Schwierigkeiten mit den Protagonisten sehr gut unterhalten, sodass ich die Reihe sicher weiterverfolgen werde.

Mein Fazit

Lädt zum miträtseln ein. 







Cover-Challenge

Aufgabe 36, ein Buch mit einem roten Schriftzug.

Daggis Buch-Challenge

Aufgabe 13, einen Krimi oder Thriller 

ABC-Challenge der Protagonisten

Fredrika = F weiblich

Lovelybooks Themen-Challenge

Aufgabe 39, ein Buch, das inhaltlich einen Zeitraum von maximal einem Jahr umfasst.



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