Mittwoch, 26. April 2017

Fremder


Bildquelle

von Moa Graven

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.04.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 01.04.2017
  • Verlag : cri-ki-Verlag
  • ISBN: 9783946868026
  • Flexibler Einband 268 Seiten
  • Sprache: Deutsch


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Bücher der Reihe:
KillerFee
Todesspiel am grossen Meer
Kneipenkinder
Fallensteller
Flächenbrand
Blindgänger
Fremder
Die Puppenstube




Inhalt


Es gibt Momente im Leben eines Menschen, da muss er sich entscheiden, wie sein weiteres Leben verlaufen wird. Soll man nett zu den Nachbarn sein, alten Menschen über die Straße helfen und Tieren ein neues Zuhause geben? So ein Verhalten wird in der Gesellschaft gemeinhin mit dem Adjektiv „gut“ belohnt. Man gehört dazu.
Er entschied sich, böse zu sein.
Doch das alles geschah natürlich unterbewusst. Es würde in der Zukunft viele schlaue Stimmen geben, die sich darum bemühen würden, zu erklären, warum er böse und nicht gut geworden war.
Doch beginnen wir von vorne mit dem Morgen, als das Unheil in Ostfriesland seinen Lauf nahm.

Ein ganz normaler Freitag in Ostfriesland. Johann und Talea Schmees gehören auch zu denen, die sich ins Einkaufsgetümmel in Aurich stürzen. Als sie endlich fertig sind, machen sie sich auf den Weg nach Rechtsupweg zu Taleas Eltern. Doch sie kommen nicht dort an, denn sie machen auf der Landstraße einen Fund, der sich erst auf den zweiten Blick als grausame Entdeckung entpuppt. In einem Müllsack befinden sich Hände, Arme und Füße. Die Extremitäten von Toten. Was steckt dahinter? Jan Krömer und Lisa Berthold werden mit dem Fremden im Menschen konfrontiert.
(Quelle: Amazon)


Meine Meinung


In Ostfriesland wird ein Sack voller Leichenteile gefunden. Die beiden Ermittler Jan Krömer und Lisa Berthold machen sich auf die Suche nach dem Täter, um weitere Morde zu verhindern. 

„Fremder“ ist bereits der siebte Kriminalroman über das Ermittlerteam Jan Krömer und Lisa Berthold. Ich kenne die Vorgängerbände nicht, aber konnte der Handlung dennoch gut folgen. Vorkenntnisse sind zum Verständnis daher nicht erforderlich.

Die Geschichte wird aus wechselnder Perspektive erzählt und verbindet zwei Handlungsstränge. Einerseits dreht sich die Handlung natürlich um die aufzuklärenden Morde, andererseits bekommen die zwei Ermittler einen afrikanischen Praktikanten zur Seite gestellt, der jedoch nur kurz bei ihnen arbeitet und danach mit Fremdenfeindlichkeit und Gewalt Bekanntschaft schliessen muss. Die Figuren konnten mich leider nicht wirklich überzeugen, zu schwarz/weiss wird da gemalt, mit absoluten Gutmenschen auf der einen und bösen Rassisten oder psychopathischen Mördern auf der anderen Seite, ohne differenzierte „Mischwesen“. 

Die Handlung ist linear aufgebaut, leidet aber unter unrealistischen Vorgaben und Logiklöchern. Die Ermittler haben zu ihrer Tätersuche nur ein paar Leichenteile zur Verfügung, bei denen während des ganzen Buches nicht klar wird, von wem die eigentlich genau stammen, doch die Profilerin Lisa (wieso hat eigentlich die Polizeidienststelle in Aurich eigentlich eine eigene Profilerin? So viele Serienmorde wird es in Ostfriesland ja wohl nicht geben...) erkennt zielgenau Alter, Wohnsituation, Beruf und Motivation des Täters, die sich natürlich allesamt als richtig herausstellen. Um ein Täterprofil erstellen zu können, ist jedoch die Identität der Opfer von grosser Wichtigkeit, um deren Gemeinsamkeiten zu erkennen und daraus auf den Täter schliessen zu können. Die Ermittler gehen während des ganzen Falles kaum wirklich konkreten Hinweisen nach, sondern handeln aus dem Bauch heraus gestützt auch irgendwelche Ideen, die sich nicht auf Fakten stützen lassen. In dieser Hinsicht konnte mich der Krimi leider überhaupt nicht überzeugen. Auch der Täter an sich erschien mir bei der Auflösung masslos übertrieben. Zudem erschien mit das recht kurze Buch zu vollgestopft mit Themen: ein psychopathischer Serienmörder, Fremdenfeindlichkeit, häusliche Gewalt, Bauernsterben, Ehebruch, kaum etwas wird ausgelassen. Da bleibt zu wenig Platz, um die einzelnen Themen vertieft zu behandeln. 

Mein Fazit

Nicht unspannend, aber leider total unrealistisch.






Rezensionsexemplar




Montag, 24. April 2017

[Hörbuch] Relic - Museum der Angst


Bildquelle

von Douglas Preston und Lincoln Child
übersetzt durch Thomas A. Merk
gelesen von Thomas Piper

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 22.12.2006
  • Aktuelle Ausgabe : 22.12.2006
  • Verlag : Audible
  • ISBN: B0085XKTUK
  • MP3 Download: 17h 00
  • Sprache: Deutsch


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Bücher der Reihe:
Relic - Museum der Angst
Attic - Gefahr aus der Tiefe
Formula - Tunnel des Grauens
Ritual - Höhle des Schreckens
Burn Case - Geruch des Teufels
Dark Secret - Mörderische Jagd
Maniac - Fluch der Vergangenheit
Darkness - Wettlauf mit der Zeit
Cult - Spiel der Toten
Fever - Schatten der Vergangenheit
Revenge - Eiskalte Täuschung
Fear - Grab des Schreckens
Attack - Unsichtbarer Feind
Labyrinth - Elixier des Todes
Demon - Sumpf der Toten



Inhalt


In "Relic: Museum der Angst" vom Autoren-Duo Douglas Preston und Lincoln Child versetzt ein grausiger Fund die Belegschaft des Natural History Museum of New York in Angst und Schrecken. Zwei verstümmelte Leichen, umgeben von einem seltsamen Gestank, sorgen für Aufruhr. Dennoch soll der Vorfall vertuscht werden. Ein folgenschwerer Fehler, denn schon bald gesellen sich zu den Leichen weitere Tote. Zeit, dass sich Special Agent Pendergast und Lieutenant Vincent D'Agosta mit ihrem ersten Fall befassen.
(Quelle: Audible)


Mein Meinung


Im New Yorker Naturhistorischen Museum sterben mehrere Menschen auf brutale Weise. Doch der Museumsdirektor will lieber alles den geplanten Gang nehmen lassen und eine neue Ausstellung eröffnen, als zusammen mit Polizei und FBI nach dem Täter zu suchen…

Die Geschichte wird aus wechselnder Perspektive erzählt und konzentriert sich dabei auf wenige Hauptfiguren. Doch auch diese bleiben blass und weisen kaum Eigenschaften aus. Wer nicht zu den eindeutigen Protagonisten gehörte, blieb für mich ein blosser Name, sodass ich auch gegen Schluss des Hörbuches immer noch Mühe hatte, die Figuren zu unterscheiden.

Worum es in der Geschichte eigentlich geht, wird erst nach einer langen Einleitung langsam klar. Die Handlung ist, sobald die mal in Schwung gerät (also etwa ab Buchmitte), sehr tempogeladen und in meinen Augen klar auf eine Verfilmung ausgelegt. Actionreiche Szenen wechseln sich mit ruhigeren ab, in denen sich die Protagonisten verstecken müssen. Als Film würde da wohl eine Mischung aus „Alien“ und „Jurassic Park“ herauskommen. Überraschungen oder unerwartete Wendungen gibt es keine, die Spannung wird mit wiederkehrenden Schreckmomenten aufrecht erhalten, wenn das gesuchte Monster irgendwo unerwartet hervorbricht. Bei der Gestaltung desselben haben die Autoren übrigens mehrfach die Logik zugunsten des Schreckens geopfert… Und ja, mit der Erwähnung des Monsters habe ich wohl etwas gespoilert, aber dieser Teil war so extrem Vorhersehbar, dass ich es mir erlaubt habe. Insgesamt fand ich die Geschichte deutlich zu langezogen, eine merkliche Kürzung und Straffung wäre wohl von Vorteil gewesen.

Die Hörbuchversion wird von Thomas Piper gelesen. Der Sprecher macht seine Sache gut, auch wenn er einzelne Worte etwas ungewohnt ausgesprochen hat.

Das Buch ist stellenweise ziemlich blutig und beinhaltet ein Monster. Interessierte Leser sollten daher einen stabilen Magen haben und nicht auf puren Realismus bestehen.

Mein Fazit

Durchaus unterhaltsam, man sollte aber nicht zu hohe Ansprüche an Logik und Innovation haben. 







Freitag, 21. April 2017

Die Grausamen


Bildquelle

von John Katzenbach
übersetzt durch Anke und Eberhard Kreutzer

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 03.04.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 03.04.2017
  • Verlag : Droemer Taschenbuch
  • ISBN: 9783426306031
  • Flexibler Einband 576 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


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Inhalt


Eigentlich sollte es nur ein kurzer Weg sein. Wie immer. Unzählige Male schon ist die dreizehnjährige Tessa Gibson in dem noblen Vorort, in dem sie lebt, von ihrer besten Freundin nach Hause gelaufen.
Doch in dieser Herbstnacht kommt sie dort nicht an, verschwindet spurlos, wie vom Erdboden verschluckt. Die Stadt ist schockiert, Angst breitet sich aus, Tessas Familie zerbricht – der Fall wird nie aufgeklärt.
Zwanzig Jahre später werden zwei abgehalfterte Ermittler auf den Fall angesetzt. Gabriel („Gabe") ist Alkoholiker, traumatisiert von einer Familientragödie. Marta, eine ehemalige Drogenfahnderin, hat bei der Verfolgung eines Dealers versehentlich ihren Partner erschossen.
Die beiden stoßen auf eine bislang unentdeckte Spur: Kurz nach Tessas Verschwinden ereigneten sich vier brutale Morde an jungen Männern, und offenbar besteht eine Verbindung zwischen diesen Verbrechen. Bei ihren Nachforschungen wird schnell klar, dass die Polizeiführung keinerlei Interesse an der Wahrheit hat. Wer nachbohrt, spielt mit seinem Leben. Und das gilt nicht zuletzt für Gabe and Marta ...
(Quelle: Droemer)


Meine Meinung


Die psychisch schwer angeschlagenen Polizisten Marta und Gabe werden in die neu gegründete Abteilung für Cold Cases strafversetzt. Schon bald stossen sie auf vier ungelöste Mordfälle, die vor 20 Jahren von den gleichen beiden Detectives untersucht wurden, die ansonsten für ihre hohe Aufklärungsquote bekannt waren. Die Taten scheinen mit einem Vermisstenfall in Zusammenhang zu stehen. Was haben die vier toten Männer mit der verschwundenen dreizehnjährigen Tessa zu tun?

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive von Marta und Gabe erzählt, dazwischen sind einige Kapitel aus der Sicht anderer Personen aus dem Jahr 1996 gestreut. Die beiden Protagonisten sind keine einfachen Charaktere, hängen tief in ihren Problemen und scheinen keinen Ausweg zu finden (oder im Falle von Gabe keinen finden zu wollen). Dennoch konnte ich mich gut in die beiden hineinfinden und habe sie im Laufe der Lektüre richtig ins Herz geschlossen. Ich weiss nicht, ob der Autor John Katzenbach noch weitere Bände mit den beiden geplant hat, aber ich würde es jedenfalls begrüssen.

Die Handlung ist spannend aufgebaut und enthält einige verzwickte Wendungen, die mich in die Irre geführt haben. Sie ist in sich logisch und lädt durch viele kleine Hinweise zum Miträtseln ein.

Der Schreibstil des Autors John Katzenbach lässt sich flüssig lesen, wirkt aber stellenweise recht langatmig. Der Verlag bezeichnet „Die Grausamen“ als Thriller, ich würde das Buch aber eher als Krimi bezeichnen (der deutsche Titel hat in meinen Augen übrigens nicht wirklich etwas mit dem Inhalt zu tun...). Das Erzähltempo ist geruhsam, der Schwerpunkt liegt mehr auf den langwierigen Ermittlungen als auf rasanten Actionszenen. Blutige Szenen gibt es kaum, allerdings gibt es einige psychologisch recht belastende Sequenzen, für sehr sensible Leser könnte das zu viel sein. Das Buch eignet sich übrigens nur bedingt als Bettlektüre, das Cover ist nämlich mit einer fluoreszierenden Farbe bedruckt, die im Dunkeln leuchtet. 

Mein Fazit

Kein Thriller, aber trotzdem sehr spannend.






ABC-Challenge der Protagonisten

Marta = M weiblich


Rezensionsexemplar



Mittwoch, 19. April 2017

Gefährlicher Lavendel


Bildquelle

von Remy Eyssen

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 07.04.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 07.04.2017
  • Verlag : Ullstein Taschenbuch Verlag
  • ISBN: 9783548289069
  • Flexibler Einband 496 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


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Bücher der Reihe:
Tödlicher Lavendel
Schwarzer Lavendel
Gefährlicher Lavendel



Inhalt


Der Frühling in Le Lavandou ist warm und verheißt einen herrlichen Sommer. Rechtsmediziner Dr. Leon Ritter fühlt sich längst als echter Südfranzose und verbringt gemeinsam mit Isabelle viel Zeit auf seinem Weinberg. Doch die Idylle wird getrübt, als Leon zwei brutal zugerichtete Leichen obduzieren muss. Staatsanwaltschaft und Kommissarin haben schnell einen Verdächtigen zur Hand, doch Leon ist skeptisch und beginnt selbst zu ermitteln. Er kommt einer jahrzehntealten Geschichte auf die Spur und steht plötzlich vor der Frage, ob es gerechte Rache gibt. Da braut sich über der ausgetrockneten Erde der Provence ein apokalyptisches Gewitter zusammen, und Leon darf keine Zeit verlieren ...


Meine Meinung


Ein bekannter Richter verschwindet. Kurz darauf wird er tot aufgefunden, offenbar wurde er gefoltert. Der Rechtsmedizinerin Leon Ritter versucht zusammen mit seiner Lebenspartnerin, der Kommissarin Isabelle, zunächst das Motiv und dadurch auch den Täter zu finden. Zunächst tappen die beiden aber noch im Dunkeln. Da tauchen weitere Leichen mit denselben Folterspuren auf...

„Gefährlicher Lavendel“ ist der dritte Band der Krimi-Reihe um den Rechtsmediziner Leon, der von Deutschland in die Provence ausgewandert ist. Ich kenne die vorhergehenden Bände nicht, aber konnte der Geschichte dennoch gut folgen. Vorkenntnisse sind zum Verständnis also nicht erforderlich.

Die Geschichte wird in der Beobachterperspektive erzählt, wobei in jeder Szene eine bestimmte Figur im Fokus liegt. Der Perspektiven-Schwerpunkt liegt dabei auf Leon, bei dem ich das Gefühl hatte, ihn im Laufe der Lektüre ziemlich gut kennengelernt zu haben. Er ist ein freundlicher, ehrlicher Mensch, der aber teilweise etwas gar naiv agiert und öfters nicht besonders viel Menschenkenntnis zeigt. Ich mochte ihn dennoch sehr.

Die Handlung ist ziemlich geradelinig aufgebaut und enthält nicht sonderlich viele Überraschungen oder Wendungen. Langweilig wird es aber trotzdem nicht. Allerdings haben mit im Lauf der Geschichte etwas die Hinweise auf den Täter gefehlt. Ich gehöre zu den Lesern, die bei Krimis gerne miträtseln und versuchen, den Fall vor den Ermittlern zu lösen. Das fiel hier schwer, da Leon jeden aufgefundenen Hinweis sogleich richtig interpretiert hat, so dass ich mir keinen Vorsprung „erarbeiten“ konnte. Neben dem Fall spielen auch die südfranzösische Landschaft und Leons Privatleben eine Rolle, ohne sich dabei in den Vordergrund zu drängen.

Der Schreibstil des Autors Remy Eyssen liess sich flüssig lesen und versetzte mich gedanklich tief in den Süden Frankreichs, sodass ich beinahe den Lavendel riechen konnte. Die Lektüre hat mir sehr gut gefallen, die beiden Vorgängerbände möchte ich nun auch noch lesen.

Mein Fazit

Spannender Provence-Krimi






Lovelybooks Themenchallenge

Aufgabe 30, ein Buch, das auf LovelyBooks mit durchschnittlich 4 Sternen bewertet ist. (Es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns.)


ABC-Challenge der Protagonisten

Isabelle = I weiblich


Rezensionsexempar


Montag, 17. April 2017

[Hörbuch] Cherringham - Landluft kann tödlich sein. Sammelband 1


Bildquelle

von Matthew Costello & Neil Richards
übersetzt durch Sabine Schilasky
gelesen von Sabina Godec
  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 15.04.2016
  • Aktuelle Ausgabe : 15.04.2016
  • Verlag : Lübbe Audio
  • ISBN: 9783838781327
  • herunterladbare Audio-Datei: 10h 22
  • Sprache: Deutsch


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Bücher der Reihe:
Mord an der Themse
Das Geheimnis von Modgon Manor
Mord im Mondschein
Die Nacht der Langfinger
Letzter Zug nach London
Die verfluchte Farm
Die Leiche im See
Ein frostiges Verbrechen
Totentheater
Tödliche Beichte
Spuren an Deck
Verhängnisvolle Sommernacht
Morden will gelernt sein
Die Legende von Combe Castle
Ein fataler Fall
Das letzte Rätsel
Gefährlicher Erfolg
Der verschwundene Tourist
Spur aus der Vergangenheit
Ein rätselhafter Einbruch
Ein schmutziges Geschäft
Tödliche Melodie
Eine schlechte Partie
Ein Trauerfall in der Familie



Inhalt


Very British - drei England-Krimis in einem Band!

Mord an der ThemseCherringham – eine beschauliche Kleinstadt in den englischen Cotswolds. Ein Ort, an dem das Verbrechen unbekannt ist. Bis eines Tages die Leiche einer jungen Frau in der Themse gefunden wird. Ein schrecklicher Unfall – zumindest laut der Polizei. Sarah glaubt jedoch nicht daran. Zusammen mit Jack, einem ehemaligen Detective der New Yorker Mordkommission, beginnt sie zu ermitteln. Dabei müssen sie feststellen, dass die Dinge nicht so klar sind, wie die Polizei das gerne hätte …

Das Geheimnis von Mogdon ManorDer Eigentümer des herrschaftlichen Mogdon Manor stirbt bei einem mysteriösen Feuer. Ein tragischer Unfall? Jack und Sarah bezweifeln das … Als mögliche Erben kommen die drei erwachsenen Kinder des Opfers in Frage. Hat einer von ihnen das Feuer gelegt, um frühzeitig an sein Erbe zu kommen?

Mord im MondscheinDie Proben für das jährliche Cherringham Charity Christmas Konzert laufen auf Hochtouren. Doch plötzlich stirbt Kirsty Kimball, eine der Sängerinnen. Todesursache: eine allergische Reaktion auf die selbstgebackenen Kekse des Chors. Jack, der für Kirsty als Sänger einspringt, glaubt nicht an einen Unfall. Gemeinsam mit Sarah beginnt er zu ermitteln. Schon bald müssen sie erkennen, dass sich hinter den freundlichen Gesichtern der Chormitglieder eine Welt aus Missgunst und Rivalität verbirgt …

(Quelle: Lübbe Audio)


Meine Meinung


„Cherringham – Landluft kann tödlich sein“ ist eine Krimireihe, die in einem fiktiven Dorf in der Nähe von Oxford spielt. Der englische Titel der Reihe, „Cosy Crime“, beschreibt die Stimmung ganz gut. Beschaulich geht es in den Geschichten zu und her, es fliesst wenig bis kein Blut, sodass sich die Krimis auch für jüngere oder sensible Leser eignen. Nut wer atemberaubende Spannung sucht, wird hier wohl enttäuscht.

Der Sammelband 1 umfasst die ersten drei Geschichten der Reihe. Die einzelnen Bände sind ziemlich kurz, die Hörbuchversion dauert jeweils rund dreieinhalb Stunden pro Band. In Band 1 geht es um eine augenscheinlich ertrunkene Freundin der Protagonistin Sarah, in Band 2 um einen Hausbrand, bei dem ein Bewohner ums Leben kommt, und im dritten Band um einen Todesfall durch einen allergischen Schock. Wenn man bedenkt, dass die drei Geschichten innerhalb weniger Monate spielen, passiert ganz schön viel in dem kleinen Dorf Cherringham.

Wie es beim Beginn einer Buchreihe üblich ist, fokussiert vor allem der erste Band in erster Linie auf die Einführung der Figuren. Die Krimis der „Cherringham“-Reihe drehen sich hauptsächlich um die Web-Designerin Sarah und den pensionierten New Yorker Polizisten Jack, die sich zunächst eher zufällig zusammentun, um den Tod von Sarahs Freundin aufzuklären, später aber grossen Gefallen an der Detektivarbeit finden.

Die einzelnen Geschichten sind wie erwähnt ziemlich kurz, sodass nicht viel Platz für Wendungen und Überraschungen bleibt. Daher sind sie oft ziemlich geradelinig aufgebaut, aber trotzdem nicht langweilig. In meinen Augen die richtige Lektüre für zwischendurch.

Die Hörbuchversion wird von Sabina Godec gelesen. Die Sprecherin hat eine angenehme Stimme, ich habe ihr gerne zugehört.

Mein Fazit

Der englische Reihentitel „Cosy Crime“ trifft es perfekt – gemütlich, ohne grosse Aufregung, aber trotzdem nicht langweilig. 









Samstag, 15. April 2017

Das Einstein Enigma


Bildquelle

von J.R. dos Santos
übersetzt durch Paula Porter

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 23.03.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 23.03.2017
  • Verlag : luzar publishing
  • ISBN: 9783946621003
  • Flexibler Einband 608 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


Das Taschenbuch wurde mir von luzar publishing und     kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!



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Bücher der Reihe:
Das Einstein Enigma
Der Schlüssel des Salomon



Inhalt


Kairo, 2006.
Der portugiesische Kryptanalyst Tomás Noronha soll ein mysteriöses Manuskript entschlüsseln. Sein Titel? Die Gottesformel. Sein Autor? Albert Einstein. Was auf dem Spiel steht? Nichts weniger als die Anleitung für eine einfach zu bauende Atombombe.
Wider Willen wird Tomás als Doppelagent des Iran und der CIA in eine internationale Spionageaffäre verwickelt und kommt im Rahmen seiner Ermittlungen einem der größten Rätsel der Welt auf die Spur: dem wissenschaftlichen Beweis für die Existenz Gottes.
(Quelle: luzar publishing)


Meine Meinung


Der Sprachwissenschaftler Tomás soll für die CIA ein Dokument entschlüsseln, das Albert Einstein unter dem Titel „Die Gottesformel“ verfasst hat. Der Geheimdienst vermutet die Bauanleitung für eine Atombombe dahinter, doch Tomás entdeckt, dass das Schriftstück etwas viel explosiveres enthält…

Die Geschichte wird aus der Perspektive von Tomás in der dritten Person erzählt. Dadurch erhält der Leser nur in Tomás‘ Gedanken etwas Einblick, die anderen Figuren bleiben aber ziemlich blass und man erfährt kaum etwas über sie.

Anhand des Klappentexts ging ich davon aus, mit „Das Einstein Enigma“ einen Mystery-Geschichts-Thriller im Stil von Dan Brown in den Händen zu halten. Zu Beginn schien sich die Handlung auch in diese Richtung zu entwickeln, mit gefährlichen Gegnern und Verfolgungsjagden. Doch nach etwa einem Viertel des Buches nahm die Geschichte eine Wendung, liess die Actionszenen bis auf wenige Ausnahmen beiseite und konzentrierte sich auch physikalische und philosophische Ausführungen. Einsteins allgemeine und spezielle Relativitätstheorie, die Heisenberg’sche Unschärferelation, Schrödingers Katze, nichts was Rang und Namen hat, wurde ausgelassen. Die Theorien werden zwar in einigermassen verständlichen Worten dargelegt, nach einer Weile wurde es mit dann aber doch zu viel und ich habe die entsprechenden Stellen nur noch überflogen. Neben der Physik nimmt auch die Religion viel Platz ein. Immer wieder werden religiöse Mythen und Physikalische Theorien nebeneinander gehalten und versucht zu belegen, dass beispielsweise schon die Bibel vom Urknall sprach.

Dadurch, dass sich ein Grossteil des Buches nicht auf eine eigentliche Handlung, sondern auf die Darlegung physikalischer Theorien und deren Erklärung in verschiedenen Religionen konzentriert, fiel das Spannungslevel nach dem ersten Viertel stark ab. Für Physikbegeisterte mögen die seitenlangen Ausführungen über den Urknall ja sicher spannend sein, wer aber wie ich einen actiongeladenen Thriller erwartet hat, wird enttäuscht.

Der Schreibstil des Autors J.R: dos Santos lässt sich flüssig lesen, schaffte es aber nicht, mich wirklich zu packen. Auch die Rahmenhandlung (Tomás’ Suche nach dem Manuskript) konnte mich nicht überzeugen und ich hatte den Eindruck, sie sei mehr aus der Not, dem physikalisch-religiösen Vergleich einen Rahmen zu geben, als aus wirklicher Inspiration entstanden.

Mein Fazit

Wer einen Thriller erwartet, wird enttäuscht.





ABC-Challenge der Protagonisten

Tomás = T männlich


Rezensionsexemplar




Donnerstag, 13. April 2017

Verwischte Spuren


Bildquelle

von Alex Winter

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 14.03.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 14.03.2017
  • Verlag : Bookshouse
  • ISBN: 9789963536337
  • E-Buch Text 622 Seiten
  • Sprache: Deutsch

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Bücher der Reihe:
Ein Gespür für Mord
Die Toten von Moonlight Bay
Schwarzer Fluch
Mörderische Gier
Die Leiche im Wrack
Späte Rache
Verwischte Spuren



Inhalt


»Vor ihm stand ein junger, groß gewachsener Aborigine. Seine schwarzen Augen funkelten wie die einer wütenden Schlange. In seiner rechten Hand hielt er ein großes Jagdmesser, dessen blitzende Klinge Johns Bauch berührte.« Wer ist der geheimnisvolle Unbekannte ohne Erinnerung, den die Farmertochter Sally Storer schwer verletzt am Ufer des Warburton Creeks entdeckt und gesund pflegt? Warum nur ließ sie sich von ihm überreden, auf die Farm ihrer Familie zurückzukehren, um sich ihren Dämonen zu stellen? Immerhin wird Sally von der Polizei und der Familie ihres verschwundenen Mannes Jesse für dessen Mörderin gehalten. Während Sally von allen Seiten immer mehr unter Druck gerät, erweist sich John Rivers, wie sie »ihren« Unbekannten nennt, als Felsen in der Brandung. Doch John entpuppt sich nicht nur als guter Freund, sondern auch als cleverer Ermittler. Zu clever, wie zu ihren Leidwesen nicht nur Sally, Jesses Familie und die offenbar noch in einen weiteren Vermisstenfall involvierten Paakantyi-Aborigines feststellen müssen …
(Quelle: Amazon)


Meine Meinung


„Verwischte Spuren“ ist der siebte Krimi um den australischen Polizisten Daryl Simmons. Die Bücher sind jeweils in sich abgeschlossen, mit Ausnahme von Band sechs, der mit einem Cliffhanger endet. Und ausgerechnet dieser Band ist der einzige, den ich bisher noch nicht gelesen habe. Ich konnte der Geschichte aber dennoch gut folgen. Vorkenntnisse sind zum Verständnis daher nicht nötig. Für Neueinsteiger könnte „Verwischte Spuren“ aber etwas verwirrend sein, da der Protagonist einen Gedächtnisverlust erlitten hat und über die gesamte Geschichte hinweg nicht weiss, wer er eigentlich ist und woher er seine Fähigkeiten hat.

Die Geschichte wird in der Beobachterperspektive erzählt, mit Fokus auf dem Protagonisten Daryl, oder John, wie er sich hier nennt, da er sich weder an seinen Namen noch an seine Vergangenheit erinnern kann. Die Handlung erscheint zunächst sehr geradelinig und vorhersehbar und das Tempo ist ziemlich ruhig gehalten, der Krimi wird durch einige Wendungen aber nie langweilig.

Der Schreibstil des Autors Alex Winter lässt sich flüssig lesen. Man merkt gut, dass er Australien schon oft besucht hat, aus der Beschreibung der dortigen Natur lässt sich eine gewisse Sehnsucht herauslesen. Wie auch in den vorhergehenden Bänden ist mir auch in „Verwischte Spuren“ aufgefallen, dass Alex Winter Tiere und Pflanzen immer sehr genau bezeichnet. Da ist nicht nur von einem Baum oder einem Vogelschwarm die Rede, sondern die genaue Bezeichnung wird genannt, was mich jeweils dazu gebracht hat, auf Wikipedia mehr über die jeweilige Pflanze oder das Tier herausfinden zu wollen. Manche Leser mögen diese Genauigkeit überflüssig finden, ich mag es hingegen, da sie meine Neugier anregt.

Wer gedanklich gerne weit in den Süden reist und auch gerne Krimis liest, dem kann ich dieses Buch mit gutem Gewissen empfehlen. Noch besser: lest die gesamte Reihe! Vorkenntnisse sind zwar wie erwähnt nicht nötig, aber gute Bücher darf man ja auch ohne zwingenden Grund weiterempfehlen ;-)

Mein Fazit

Australienfeeling pur – Daryl Simmons Abenteuer lese ich immer wieder gerne.






Daggis Buch-Challenge

Aufgabe 39, ein Buch das in Asien, Afrika oder Australien spielt



Rezensionsexemplar


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