Mittwoch, 31. Dezember 2014

Lux Aeterna


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von Daniela Arnold

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 24.11.2014
  • Aktuelle Ausgabe : 24.11.2014
  • Verlag :
  • ISBN: B00Q4RIXSO
  • E-Buch Text: 222 Seiten


Die Autorin Daniela Arnold hat mir das eBook im Rahmen einer Lovelybooks-Leserunde kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!



Inhalt


Schrei nicht! Schreien ist sinnlos. Niemand kann dich hören. Nur er ist hier. Er, der dich am Ende töten wird. Doch fürchte dich nicht. Auf der anderen Seite gibt es keinen Schmerz mehr und keine Schuld. Und ein Licht wird dir ewig leuchten ...


Eine grausame Mordserie hält Kommissar Bastian Straub und seine Kollegin Viola Basler von der Kripo München in Atem. Der Täter entfernt seinen Opfern Teile der Haut, bevor er ihnen die Kehle durchschneidet. Während die Ermittler noch nach einer Verbindung zwischen den Ermordeten suchen, verschwindet schon wieder ein Mensch - eine junge Frau.

Die Hamburger Journalistin Janka Winterberg recherchiert währenddessen in eigener Sache. Sie wurde als Baby aus einem ungarischen Waisenhaus adoptiert. Die Suche nach ihren Wurzeln führt sie schließlich nach München. Sie ahnt nicht, wie nahe ihr der Killer bereits ist ... 
(Quelle: Amazon)


Mein Fazit

Während die Münchner Kripo nach einem Serienmörder fahndet, sucht die Journalistin Janka nach ihrem verschollenen Zwilling.

Obwohl schon bald klar wird, die wie die beiden Handlungsstränge zusammenpassen, schafft es Daniela Arnold in ihrem Erstling „Lux Aeterna“ dennoch, durch ihre spannende Schreibweise und die sehr lebendigen Charaktere den Leser bis zum Schluss zu fesseln. Die Handlungsweisen aller Personen wirkt durchgehend realistisch und nachvollziehbar, auch wenn natürlich nicht alles gutgeheissen werden kann. Lediglich der Schluss wirkte auf mich sehr überstürzt, hier hätte ich eine etwas ausführlichere Erzählung bevorzugt.

Obschon dem Thriller leider die Überraschung fehlt und sich das Miträtseln auf die Frage nach „habe ich mit meiner Vermutung recht“ beschränkt, habe ich mich bei der Lektüre gut unterhalten und empfehle „Lux Aeterna“ gerne an Thrillerfans weiter, die wie ich ein Buch auch noch dann spannend finden können, wenn die den Täter schon lange erkannt haben.






Rezensionsexemplar


Montag, 29. Dezember 2014

Sherlock Holmes - Das Grab der Molly Maguire


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von David Gray

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.12.2014
  • Aktuelle Ausgabe : 01.12.2014
  • Verlag :
  • ISBN: B00O838BYW
  • E-Buch Text: 246 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Der Autor David Gray hat mir das eBook im Rahmen einer Lovelybooks-Leserunde kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür! Es handelt sich hie rum den zweiten Teil einer Buchreihe, die Rezension zum ersten Teil findet ihr hier.

Inhalt


Zufällig stößt der Autor David Gray in London auf ein geheimes Dossier, das Originalaufzeichnungen Doktor Watsons enthält. Der Doktor hat darin drei Abenteuer seines berühmten Freundes Sherlock Holmes geschildert, die bisher nie veröffentlicht wurden.

In diesem Band finden Sie den zweiten dieser drei Fälle:

Das Grab der Molly Maguire

Ganz London ist in Aufregung als man ausgerechnet in Miller’s Court, demselben Ort, an dem der berüchtigte Serienmörder Jack the Ripper einst sein letztes Opfer tötete, wieder die furchtbar zugerichtete Leiche einer jungen Frau findet.

Während man ihn aus kleinlichem Neid seinerzeit bei der Jagd nach Jack the Ripper ausschloss, ist bei diesem grausigen Mord Inspektor Lestrade als erster am Tatort und hat natürlich nichts Eiligeres zu tun, als Mister Sherlock Holmes herbeizurufen…

Doch der bezweifelt, dass man es bei der Toten mit einem neuen Opfer des nie gefassten Jack the Rippers zu tun hat und stellt seine eigenen Thesen auf, die einigen Herren im Parlament und bei Scotland Yard offenbar ganz und gar nicht recht sind ….

Ganz in der Tradition der Originalstorys um den berühmtesten Detektiv der Welt folgt der Leser in diesem zweiten Buch der Serie Sherlock und Doktor Watson in die Anatomiesäle Londoner Hospitäler, auf nächtlich neblige Friedhöfe, in Mycroft Holmes berühmten „Diogenes Club“, zu verrauchten Hinterzimmern von Eastend Pubs bis in ein einsames Pfarrhaus, in dem ein Mann namens Rumpelstilzchen Frauenherzen in Teekesseln gar kocht ….
(Quelle: Amazon)



Mein Fazit


Im Londoner Eastend wird eine zerstückelte Leiche gefunden. Ist Jack the Ripper wieder unterwegs? Sherlock Holmes macht sich daran, das Verbrechen aufzuklären.

Nach „Der Geist des Architekten“ ist „Das Grab der Molly Maguire“ der zweite Teil der Sherlock-Holmes-Reihe „Eine Studie in Angst“. Wie auch im ersten Teil gibt der Autor David Grey als handelnde Person der Geschichte mittels einer Rahmenhandlung einen Bezug zur heutigen Zeit, während die eigentliche Geschichte wie gewohnt aus der Sicht von Holmes‘ Begleiter Dr. Watson erzählt wird. „Das Grab der Molly Maguire“ ist eine in sich abgeschlossene Geschichte und kann im Grunde auch alleine gelesen werden, ich empfehle trotzdem, das Buch als Teil einer Reihe zu betrachten und es auch so zu lesen. 

Auch im zweiten Band hat David Grey es geschafft, dass typische Sherlock-Holmes-Feeling sehr authentisch rüberzubringen; die Erzählung könnte durchaus auch vom Originalautor Sir Arthur Conan Doyle stammen, wenngleich die Geschichte doch etwas blutiger ist, als ich es mir von ACD gewöhnt bin. Die Geschichte ist spannend erzählt, wenn auch der Gegner/Täter/Kopf hinter der Geschichte schon relativ früh (für meinen Geschmack zu früh) zu erkennen ist. Ich bin nun sehr gespannt darauf, wie es David Grey im dritten Teil der Reihe schaffen wird, die Spannung trotz bekanntem Endgegner ausrecht zu erhalten. 

Nachdem ich beim ersten Teil das Lektorat stark rügen musste, kann ich hier festhalten, dass der zweite Teil zwar nicht fehlerfrei, aber dennoch deutlich fehlerärmer ist. 

Wie den ersten Teil empfehle ich auch „Das Grab der Molly Maguire“ allen Sherlock Holmes Fans gerne weiter. Es ist nicht zwingend notwendig, den ersten Teil „Der Geist des Architekten“ zu kennen, ich empfehle trotzdem die Lektüre beider Teile. 





Rezensionsexemplar


Montag, 22. Dezember 2014

Xenobias' Fluch - Das Erbe der Drachenkriege Teil 3



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von Philipp Benzin

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 25.11.2014
  • Aktuelle Ausgabe : 25.11.2014
  • Verlag :
  • ISBN: B00Q7HPNMA
  • E-Buch Text: 187 Seiten

Der Autor Philipp Benzin hat mir das eBook im Rahmen einer Lovelybooks-Leserunde kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!

Dies ist Band 3 einer Trilogie, die Rezensionen zu den Teilen 1 und 2 sind hier verlinkt. 


Inhalt


»Nun gut!«, Waster wölbte skeptisch seine rechte Braue, »ich will euch beiden diese obskure Geschichte mal abnehmen. An diesem schrecklichen Ort sollte man sich ja auch eigentlich nicht wundern, wenn seltsame Dinge geschehen.«

Die Reise des Stabes geht weiter und führt die Gruppe um Aazarus in stürmische Gewässer. Ihre Mission scheint zunächst gescheitert und dann geraten sie auch noch in höchste Lebensgefahr. Doch das Blatt wendet sich, als sie auf unverhoffte Hilfe stoßen. Das Rätsel um den Stab kann nun gelöst werden und schon sehen sich alle mit einem neuen Mirakel konfrontiert. Während die einen fast ihren Verstand verlieren, sehen sich die anderen gezwungen verhängnisvolle Allianzen zu schmieden, um dem Tod von der Schippe zu springen.

XENOBIAS’ FLUCH ist der 3. Teil der Reihe »Das Erbe der Drachenkriege«. Der Fantasy-Roman ist die Fortsetzung von MAGISCHE VERWICKLUNGEN und MARATHUM. Er entführt den Leser an einen unwirklichen Ort, an dem sich das Schicksal des Stabes entscheiden wird.
(Quelle: Amazon)


Mein Fazit


Der Halbling Aazarus und seine Freunde sind immer noch auf der Suche nach dem magischen Stab. Langsam wird klar, wer auf ihrer Seite steht – und wer sie lieber tot sehen will…

Bei „Xenobias‘ Fluch“ handelt es sich um den dritten und letzten Teil einer Trilogie, die stark aufeinander aufbaut. Es empfiehlt sich nicht, diesen Teil zu lesen, wenn man die Vorgängerbände nicht kennt, auch wenn deren Handlung zu Beginn des Buches kurz zusammengefasst wird. Wie auch die ersten beiden Teile ist auch dieses Buch stark von Humor geprägt, wenngleich ich ihn aber als den ernstesten der drei Bände erachte.

Während die Anzahl der Personen im ersten Teil noch ziemlich überschaubar war, ist sie im Laufe der Bände stark angewachsen, weshalb ich bei der Lektüre des dritten Bands mehrmals innehalten musste, um mir in Erinnerung zu rufen, vom wem hier die Sprache war. Eine Personenliste mit kurzer, stichwortartiger Beschreibung (wie es teilweise schon Shakespeare gehandhabt hat) hätte hier sicher nicht geschadet.

Im letzten Teil der Trilogie geht es wieder hoch her, viele Fragen werden beantwortet – jedoch auch viele neue gestellt. Die Buchreihe ist zwar in sich abgeschlossen, das Ende bleibt aber dennoch offen – eine Nachfolgereihe ist da schon fast ein Muss!

Ich habe das Lesen aller drei Teile sehr genossen und empfehle die komplette Reihe daher gerne an alle Leser weiter, die zwar High Fantasy mögen, dabei aber auch gerne lachen.







Rezensionsexemplar



Freitag, 19. Dezember 2014

Sherlock Holmes - Der Geist des Architekten



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von David Gray

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 29.03.2013
  • Aktuelle Ausgabe : 15.01.2014
  • Verlag : CreateSpace Independent Publishing Platform
  • ISBN: 9781495222092
  • Flexibler Einband: 180 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Der Autor David Gray hat mir das eBook im Rahmen einer Lovelybooks-Leserunde kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!


Inhalt


 Zufällig stößt der Autor David Gray in London auf ein geheimes Dossier, das Originalaufzeichnungen Doktor Watsons enthält. Der Doktor hat darin drei Abenteuer seines berühmten Freundes Sherlock Holmes geschildert, die bisher nie veröffentlicht wurden. In diesem Band finden Sie den ersten dieser drei Fälle: „Der Geist des Architekten“ Sherlock Holmes und Dr Watson werden darin von Sir Pennyworth gebeten, festzustellen, ob in seinem neuen Stadthaus tatsächlich der Geist einer grausamen Mörderin umgeht Was zunächst wie ein etwas skurriler Routinefall aussieht, entpuppt sich jedoch rasch als ein gefährliches Katz- und -Mausspiel, bei dem der Jäger zum Gejagten wird…
(Quelle: Amazon)


Mein Fazit


Sherlock Holmes wird zu einem neuen Fall gerufen und soll herausfinden, ob im Haus des Architekten Pennyworth tatsächlich ein Geist umgeht.

Die Geschichte beginnt und endet mit einer Rahmenhandlung, in der der Autor David Gray als Protagonist agiert und die Erzählung mit der heutigen Zeit verbindet. Das wird wohl nicht jedem gefallen, ich fand es passend. Die Erzählung selbst ist eher eine Kurzgeschichte und passt somit gut zu den Werken von Sir Arthur Conan Doyle. Wie häufig in den Sherlock Holmes Geschichten dreht sich die Frage nicht nur um das Wer, sondern auch um das Wie und Was, zunächst muss Holmes nämlich erst mal klären, ob überhaupt eine Straftat stattgefunden hat und wenn ja, welche. Die Geschichte endet mit einem Cliffhanger und wird nicht aufgelöst. Da es sich hier um den ersten Teil einer Reihe handelt (und ich den nächsten bereits auf meinem Reader habe), kann ich das akzeptieren, auch wenn ich in sich abgeschlossene Bücher bevorzuge. 

James Bond Fans sollten übrigens bei der Lektüre die Augen offen halten, verschiedene Namen werden ihnen bekannt vorkommen. 

Leider muss ich aber zu „Der Geist des Architekten“ auch deutliche Kritik am Lektorat üben. Die Anzahl Fehler in Rechtschreibung und Zeichensetzung ist bedenklich, manche Bezeichnungen werden uneinheitlich verwendet (so wird eine verheiratete Frau teilweise korrekt als Mrs., dann aber wieder als Misses bezeichnet) und Watsons Hund wechselt mitten in der Geschichte die Rasse. Diese Fehler trübten mir etwas das Lesevergnügen. 

Allen Krimifreunden, die neben der brillianten BBC Serie Sherlock Holmes gerne in seinem angestammten Milieu im viktorianischen England erleben möchten und die Originalgeschichten schon auswendig kennen, empfehle ich „Der Geist des Architekten“ mit der Warnung, dass die nachfolgenden Teile dann auch gelesen werden müssen, damit der Fall komplett aufgelöst wird. 




 

Rezensionsexemplar


Dienstag, 16. Dezember 2014

Die Choniken vom Anbeginn - Emerald



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von John Stephens

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 31.03.2011
  • Aktuelle Ausgabe : 09.09.2013
  • Verlag : cbj
  • ISBN: 9783570402047
  • Flexibler Einband: 464 Seiten
  • Sprache: Deutsch

Meine beste Freundin hat mir die gebundene Version ausgeliehen, vielen Dank Jessie!



Inhalt


Als die drei Geschwister Kate, Michael, und Emma, die als Kleinkinder von ihren Eltern getrennt wurden, auf dem Weg in ein neues Waisenhaus in dem abgelegenen Herrenhaus des geheimnisvollen Dr. Pym landen, ahnen sie nicht im Geringsten, wohin sie diese Reise führen wird. Denn bevor sie sich versehen, sind die besonnene Kate, der kluge Michael und die tollkühne kleine Emma in den Kampf um drei magische Bücher voll unermesslicher Macht verstrickt. Sie müssen erfahren, dass es ihre Aufgabe ist, diese zu finden, wollen sie je ihre Eltern wiedersehen. Auf dem Weg dorthin treten sie gegen finstere Gegner an, finden unerwartete, liebenswerte Verbündete, meistern ihre magischen Talente, entdecken unvorstellbare Wesen und beginnen das Geheimnis ihrer Familie zu lüften.
(Quelle: cbj Verlag)


Mein Fazit


Die drei Geschwister Kate, Michael und Emma wachsen in verschiedenen Waisenhäusern auf. Im letzten treffen sie auf eine Welt voller Zauberer und magischer Bücher. 

„Das Buch Emerald“ bildet den ersten Teil einer Fantasy-Trilogie für Kinder und Jugendliche. Die Sprache ist eher einfach gehalten, ohne dabei aber langweilig zu werden. Der cbj Verlag gibt als Einstiegsalter 12 Jahre an, was ich für eine realistische Einschätzung halte, da es doch einige gruslige Szenen enthält, die für jüngere Kinder zu erschreckend wirken könnten. Doch wie an meiner Bewertung ersichtlich ist, kann dieses Buch durchaus auch erwachsene Leser faszinieren.

Die drei Protagonisten Kate, Michael und Emma sind 14, 12 und 11 Jahre alt und somit im idealen Identifikationsalter für die jungen Leser. Während Kate auf mich oft sehr erwachsen wirkte (was aber wohl auch so geplant war, schliesslich musste sie seit 10 Jahren alleine auf ihre jüngeren Geschwister achten), erschien mir Michael zwar oft altklug, aber doch irgendwie altersgerecht. Nur mit Emma hatte ich meine grosse Mühe: sie ist arrogant, frech und tut immer das Gegenteil von dem, was man ihr sagt, und dies aus Prinzip sogar dann wenn sie merkt, dass es falsch ist. Während die jüngste der drei Geschwister bei anderen Lesern wohl sehr beliebt ist, konnte ich sie ehrlich gesagt nicht ausstehen und hoffte das ganze Buch hindurch, dass ihr mal jemand eine Lektion erteilen würde…

Die Handlung von „Das Buch Emerald“ ist etwas vollgestopft, ständig passiert irgendetwas, eine neue Gefahr droht etc. Die Geschichte hätte sich mit einigen Kürzungen problemlos auch auf hundert Seiten weniger erzählen lassen. Da es sich hier aber erst um den Einsteigsband einer Trilogie handelt, kann ich natürlich noch nicht beurteilen, ob einige von mir als unwichtig qualifizierte Handlungsteile nicht später doch noch ihre Relevanz zeigen. Die Handlung selbst ist nicht übermässig innovativ, alle Teilelemente sind bereits aus anderen Reihen bekannt. Der Autor John Stephens schafft es aber, alle diese Elemente auf eine sehr anziehende und spannende Art zusammenzuwürfeln, sodass ich gar nicht anders konnte, als das Buch regelrecht zu verschlingen. 

Wenn ich „Das Buch Emerald“ mit anderen Fantasy-Reihen vergleichen müsste, würde ich wohl als erstes die „Chroniken von Narnia“ nennen. Meine Empfehlung geht daher an alle Fantasy-Fans, die diese Reihe mögen (und Zwerge gegenüber Elben bevorzugen).





Samstag, 13. Dezember 2014

Das Wunder von Narnia / The Magician's Nephew


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von C.S. Lewis

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.01.1992
  • Aktuelle Ausgabe : 28.04.2014
  • Verlag : Ueberreuter
  • ISBN: 9783800052646
  • Fester Einband: 168 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Bücher der Reihe
Das Wunder von Narnia
Der König von Narnia
Der Ritt nach Narnia
Prinz Kaspian von Narnia
Die Reise auf der Morgenröte
Der silberne Sessel
Der letzte Kampf




Ich besitze nicht die hier gezeigte Ausgabe, sondern eine englische Komplettausgabe im Taschenbuchformat




Inhalt


 Eine Reise durch die Zeit, Zauberei und vier magische Ringe - in "Das Wunder von Narnia" erzählt C. S. Lewis, wie das Abenteuer Narnia beginnt. Durch die Experimente eines bösen Magiers geraten Polly und Digory in den Wald zwischen den Welten, wo der mächtige Löwe Aslan mit seinem Lied das zauberhafte Land Narnia erschafft und den ewigen Kampf gegen die Weiße Hexe Jadis aufnimmt. Lewis' wunderbares und zeitloses Abenteuer hat weltweit Millionen von Lesern verzaubert. Willkommen in einer Welt, in der es mehr sprechende Tiere als Menschen gibt und wo Kämpfe von Zwergen, Faunen, Riesen und Zentauren ausgefochten werden.
(Quelle: Amazon)


Mein Fazit

„Das Wunder von Narnia“ erzählt die Geschichte der Entstehung von Narnia. Der kleine Junge Digory wird zusammen mit seiner Freundin Polly von seinem Onkel mit Magie in eine andere Welt geschickt und erweckt dort versehentlich eine böse Hexe.

Je nach Zählweise handelt es sich bei „Das Wunder von Narnia“ um den ersten oder dann aber um den siebten und letzten Band der Buchreihe um Narnia. Das Buch wurde zwar als letztes geschrieben, behandelt aber die Geschichte vor Band 1. In meiner Sammelausgabe befindet sich „Das Wunder von Narnia“ an erster Stelle, dementsprechend habe ich es auch als erstes gelesen. 

Der Schreibweise ist gut anzumerken, dass C.S. Lewis die Bücher für Kinder geschrieben hat, der Satzbau ist recht einfach und auf Fremdwörter wird weitgehend verzichtet (ich lese die Büche rauf Englisch). Und wie so oft in Kinderbüchern darf natürlich „die Moral von der Geschicht‘“ nicht fehlen, die nicht subtil, sondern eher holzhammermässig rübergebracht wird. 

Wer aber über die Schattenseiten (einfache Sprache, Moralkeule, Schwarz/weiss denken) hinwegsehen kann, wird mit einer zauberhaften Geschichte belohnt und darf in das fremde Land (Welt?) Narnia eintauchen, wo Tiere sprechen und Strassenlaternen Wurzeln schlagen, wo Mut und Ehrlichkeit belohnt werden und der Löwe Aslan herrscht. 

Es wird wohl kaum einen Fantasy-Fan geben, der noch nichts von den „Chroniken von Narnia“ gehört hat, daher verzichte ich hier mal auf eine Empfehlung, es wird wohl jeder bereits selber wissen, ob ihn die Reihe interessiert.




Mittwoch, 10. Dezember 2014

Das Teufelsspiel


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von Jeffery Deaver

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 15.02.2006
  • Aktuelle Ausgabe : 09.10.2007
  • Verlag : Blanvalet Taschenbuch Verlag
  • ISBN: 9783442368297
  • Flexibler Einband: 536 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


Inhalt


Frühmorgens in einer New Yorker Bibliothek: Beinahe zu spät bemerkt die sechzehnjährige Geneva Settle den unheimlichen Fremden – in den Augen des Mannes steht die nackte Mordlust! Nur mit einem Trick kann die Schülerin aus Harlem ihrem Angreifer entkommen … Die Spuren, die Lincoln Rhyme und Amelia Sachs am Tatort entdecken, deuten zunächst auf eine versuchte Vergewaltigung hin. Doch Ryhme ist überzeugt: Das junge Mädchen ist in das Visier eines gerissenen Profikillers geraten – dessen Motive möglicherweise 140 Jahre alt sind. Und tat sächlich geht das Teufelsspiel schon bald in seine zweite, tödliche Runde …
(Quelle: Amazon)


Mein Fazit


Das Teenager-Mädchen Geneva wird in einer öffentlichen Bibliothek angegriffen. War sie wirklich nur ein zufälliges Opfer, oder steckt mehr hinter der versuchten Tat?

Bei „Das Teufelsspiel“ handelt es sich bereits um den sechsten Band der Thriller-Reihe um Lincoln Rhyme, mittlerweile sind noch vier weitere erschienen. Obschon ich die Vorgängerbände nicht kenne, hatte ich keine Verständnisprobleme, alle nötigen Informationen zu den Protagonisten und deren Lebensumstände werden im Laufe des Thrillers kurz dargelegt. 

Die Anzahl der handelnden Personen ist zwar nicht gerade klein, bleibt aber trotzdem überschaubar, da sich die Namen gut unterscheiden lassen. Leider gilt das jedoch nicht wirklich für die Charaktereigenschaften der einzelnen Personen. Obschon der Autor Jeffery Deaver sich zu jedem Charakter eine Rahmengeschichte einfallen liess, blieben die einzelnen Figuren eher blass und zweidimensional. Wirklich einfühlen konnte ich mich in keine der beschriebenen Personen. 

Während die Grundgeschichte des Thrillers durchaus spannend ist, hat der Autor in meinen Augen zu oft versucht, den Leser in die Irre zu leiten. Nach zwei Dritteln des Buches wird der Täter gefasst, doch es ist klar, dass dies noch nicht das Ende sein kann. Da kommt noch ein Täter, mit einem anderen Motiv, und dann noch einer, wieder mit einem anderen Motiv, und so weiter. Dies führt dazu, dass das Buch nicht nur unübersichtlich, sondern im Grunde auch überlang wurde. Mir hätte es besser gefallen, wenn sich der Autor Jeffery Deaver von Anfang an für eine Variante entschieden und diese dann durchgezogen hätte, anstelle dieses Sammelsuriums an verschiedenen Ideen.

Weiter ist mir etwas störend aufgefallen, dass es sich bei den Protagonisten zwar um ein extrem erfolgreiches Spurensicherungs-/Ermittlungsteam handeln soll, sie aber für jedes Detail einen externen Spezialisten zu brauchen scheinen, teilweise für Informationen, die problemlos im Internet zu finden wären (Stichwort: Tarotkarten).

Während mich „Das Teufelsspiel“ zwar nicht begeistern konnte, hat es mich aber auch mit Sicherheit nicht gelangweilt. Thriller-Süchtige vergeben sich nichts, wenn sie dieses Buch mal genauer anschauen, ein must-read ist es aber nicht.

 



Samstag, 6. Dezember 2014

Das Skorpionenhaus


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von Nancy Farmer

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 15.01.2003
  • Aktuelle Ausgabe : 01.03.2005
  • Verlag : Fischer Taschenbuch
  • ISBN: 9783596805426
  • Flexibler Einband: 401 Seiten
  • Sprache: Deutsch

Inhalt


Du sollst mich nicht Mama nennen! fuhr Celia Matt an. "Ich liebe dich mehr als alles andere auf der Welt, vergiss das nie. Aber du bist mir nur ausgeliehen worden, mi vida." Matt hatte Probleme damit, das Wort "ausgeliehen" zu verstehen. Es schien zu bedeuten, dass man für eine Weile etwas weggab. Wer auch immer ihn Celia ausgeliehen hatte, würde also irgendwann kommen und ihn wieder zurückverlangen. Matt versteht Jahre später. Er ist in der Zukunft geboren, hinein in eine Welt, die ihn verabscheut. Denn Matt ist ein Klon. In einer Gesellschaft, die keine Skrupel kennt, gerät er in ein gefährliches Netz aus Intrigen und Enttäuschungen.
(Quelle: Amazon)


Mein Fazit



„Das Skorpionenhaus“ erzählt die Geschichte von Matt bis zu seinem 14. Lebensjahr. Es dauert lange, bis Matt bemerkt, dass er anders ist als alle anderen: er ist ein Klon. Den schrecklichen Grund seiner Existenz erfährt er erst Jahre später.

Die Geschichte wird aus der Sicht des Protagonisten Matt erzählt. Was dieser nicht sieht, hört oder fühlt wird auch dem Leser nicht mitgeteilt. Dieser kann jedoch aufgrund der mitgeteilten Informationen seine Schlüsse wohl schneller ziehen als der oft etwas begriffsstutzige Matt (was aber nicht an seiner Intelligenz, sondern an der nur rudimentären Bildung liegt). Die Autorin verzichtet dabei auf grosse Emotionen, der Erzählstil wirkt eher kühl, fast dokumentarisch. 

Trotz der kühlen Erzählweise hat mich „Das Skorpionenhaus“ emotional sehr berührt. Die Geschichte spielt in der Zukunft, und während des Lesens war ich froh, eine solche wohl nicht mehr erleben zu müssen. Die Menschen sind ja schon heute nicht sehr freundlich im Umgang miteinander, aber was in dem Roman geschildert wird erinnert mehr an das 18. Jahrhundert als an die heutige Zeit (damals war es ja alles andere als besser als heute). 

Eine kleine Detailfrage hat sich mir beim Lesen jedoch gestellt: Matt ist wie erwähnt ein Klon. In der Geschichte teilt er mit seiner „Vorlage“ nicht nur die DNA (ist ja logisch) sondern auch die Fingerabdrücke. Diese sind jedoch nicht genetisch vorgegeben, sondern entstehen während dem Wachstum im Uterus nach Zufallsprinzip (darum haben auch eineiige Zwillinge unterschiedliche Fingerabdrücke). Seine Fingerabdrücke müssten darum ja eigentlich auch einzigartig sein…

Eine Bewertung fällt mir hier sehr schwer. Fand ich das Buch spannend? Eigentlich nicht wirklich. Werde ich es später nochmals lesen? Höchstwahrscheinlich nicht. Dies spricht eigentlich für eine schlechte Wertung. Andererseits hat mich das Buch wie erwähnt sehr berührt und zum Nachdenken angeregt. Aufgrund meiner Unentschlossenheit vergebe ich die Mittelwertung, drei Sterne.







Mittwoch, 3. Dezember 2014

Monats-Rückblick November






 

Statistik


Bücher gelesen:             9 (davon 2 eBooks)
Seiten gelesen: ca.   3200
Seiten pro Tag: ca.     105


Auch im November lag bein Lesepensum beim langjährigen Mittel von rund 100 Seiten täglich.


Top des Monats

Bei der Wahl zum "Top des Monats" lasse ich meinen mehrfachen Re-Read "Das Buch" mal ausser acht und entscheide mich für "Leichentuch" einen spannenden Krimi aus Dresden. 


Flop des Monats

Wirklich schlecht fand ich diesen Monat keines meiner gelesenen Bücher. Am wenigsten begeistert hat mich wohl "Das Buch der Namen", da hatte ich einfach mehr erwartet.


Neuzugänge

Gekauft habe ich im November gar nichts, ein Buch habe ich von meiner Mutter als nachträgliches Geburtstagsgeschenk erhalten (Jenseits der Rache), zusätzlich sind drei Rezensionsexemplare bei mir eingezogen, die ich im Laufe des Monats bereits gelesen habe. Der SUB-Abbau geht zwar langsam, aber es geht vorwärts :-)








Montag, 1. Dezember 2014

Kuckucksmörder



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von Raimon Weber
  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 14.11.2014
  • Aktuelle Ausgabe : 14.11.2014
  • Verlag : Ullstein Taschenbuchvlg.
  • ISBN: 9783548285344
  • Flexibler Einband: 320 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Das Taschenbuch wurde mit von Blogg Dein Buch und dem Ullstein Taschenbuchverlag kostenlos zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!

Das Taschenbuch ist direkt hier beim Ullstein Taschenbuchverlag erhältlich, und natürlich auch überall im Buchhandel.


Inhalt


Sie sind die perfekte Familie. Glauben alle. Nur er nicht. Er beobachtet sie. Verfolgt sie. Kennt ihre dunkelsten Geheimnisse. Denn er sieht jeden Schritt. Jeden Schlag. Bis er eines Tages selber zuschlägt. Die Familien als Geisel nimmt. Die perfekten Familienväter verschwinden spurlos. Doch keiner sieht etwas. Keiner weiß etwas. Nur die schwerkranke Polizistin Eva Flessner hat einen Verdacht. Was sie nicht ahnt: Er beobachtet auch sie …


Mein Fazit


Er wäre der perfekte Ehemann – davon ist er überzeugt. Daher entführt er verheiratete Familienväter und setzt sich selbst an ihre Stelle…

Der Thriller beginnt mit einer Szene, in der ein entführter Mann gezwungen werden soll, seine Sünden aufzuschreiben. Diese Szene kam mir sofort bekannt vor, so beginnt auch ein Andreas-Franz-Krimi (ich bin mir ziemlich sicher, dass es Andreas Franz war, ich komme nur einfach nicht mehr auf den Titel). Die Geschichte wird zunächst aus der Perspektive der Streifenpolizistin Eva Flessner erzählt, die jedoch während des ganzen Buches ziemlich blass und zweidimensional erscheint. Doch schon bald wechselt der Protagonist und die Geschehnisse werden aus der Sicht des Täters beschrieben, der noch in der ersten Hälfte des Thrillers definitiv enthüllt wird, was einen starken Einbruch im Spannungslevel zur Folge hat. Dass die, ich nenne sie mal Neben-Protagonistin, Eva Flessner Polizistin ist, hat mit der Handlung nichts zu tun, die Geschichte hätte ebenso gut funktioniert, wenn sie Kassiererin im Supermarkt oder Architektin wäre und sich ganz privat in die Geschehnisse eingemischt hätte. 

Während die Polizei ohne verwertbare Spuren im Dunkeln tappt, hat der Täter sich eine neue Familie als Ziel ausgesucht, der Grossteil des Buches beschreibt die Entführung und Gefangenhaltung eines Ehepaars mit zwei Kindern. Dass die Verbrechen schlussendlich aufgeklärt werden ist reiner Zufall und nicht den Ermittlungen der Polizei zuzuschreiben. Der Autor Raimon Weber lässt den Schluss bewusst offen, was durchaus anregend sein könnte, hier aber nicht funktioniert. Das Ende des Thrillers erinnert eher an die zweitletzte Folge einer Fernsehserie mit staffelübergreifendem Handlungsbogen – es fehlt einfach noch etwas zur Auflösung. Ob die Geschichte in einem Folgeband weitererzählt werden soll bleibt unklar.

Während ich „Kuckucksmörder“ nicht wirklich schlecht fand, bleibt nach der Lektüre ein unbefriedigendes Gefühl zurück. Die Grundidee, die Geschichte hinter dem Thriller ist durchaus spannend und hätte ein hervorragendes Buch ergeben können – leider hat mich die Umsetzung nicht überzeugen können.






Rezensionsexemplar


Samstag, 29. November 2014

Das Buch



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von Wolfgang & Heike Hohlbein

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.07.2003
  • Aktuelle Ausgabe : 04.03.2010
  • Verlag : Heyne
  • ISBN: 9783570306420
  • Flexibler Einband: 859 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Inhalt


Seit Jahrhunderten wachen die geheimnisvollen Hüterinnen über das Archiv, in dem das Leben der Menschen aufgezeichnet wird. Doch jetzt ist die Ordnung der Dinge in Gefahr, da Unbekannte in das Bücherlabyrinth eindringen und die Vergangenheit und damit die Gegenwart umschreiben. Leonie, die junge Erbin einer Buchhandlung, begreift nur langsam, dass auch sie der uralten Gemeinschaft der Hüterinnen angehört und dazu ausersehen ist, die Wirklichkeit zu retten.
 (Quelle: Amazon)


Mein Fazit


"Das Buch" - in meinen Augen übrigens ein absolut genialer Titel für ein Buch - scheint nach den verschiedenen Rezensionen auf Lovelybooks, Amazon etc. sehr polarisierend zu wirken. Ich habe den Eindruck, dass es nur zwei Meinungen dazu gibt: entweder man liebt es, oder man hasst es. Wie an meiner Wertung unschwer zu erkennen ist, gehöre ich zu der ersten Gruppe. Ich besitze "Das Buch" seit seinem Erscheinen im Jahr 2003 und habe es seither mehrmals gelesen.

Natürlich haben die ganzen Kritiker nicht unrecht. Die Geschichte ist definitiv überlang, die Hälfte der Seiten (und damit die Hälfte der verschiedenen "Wirklichkeiten") hätte es auch getan. Und selbstverständlich tauchen auch hier die typischen Hohlbein'schen stereotypen und Satzbausteine auf. Wer den klassichen Hohlbein-Stil nicht mag, wird sich mit diesem Buch sicher nicht anfreunden können.

Was Wolfgang und Heike Hohlbein in "Das Buch" erschaffen haben ist nicht nur eine neue Welt, sondern eine ganze Sammlung davon. Die Hohlbeins würfeln moderne deutsche Städte mit dem Mittelalter und düsteren Fantasy-Welten munter durcheinander und machen auch vor Dystopien keinen Halt. Die ersten Kapitel ist das für den Leser sehr verwirrend, ich musste (beim ersten Mal) mehrmals zurückblättern, als sich das Aussehen der Protagonistin Leonie, ihr Lebenswandel und die ganze Stadt ohne eine vorherige Andeutung komplett geändert haben. Doch bald hatte ich das System durchschaut und war nicht mehr verwirrt, sondern erfreut ab jeder Veränderung. Die Anzahl der Charaktere hält sich in Grenzen, was auch gut ist, da der Leser schon mit genügend Eindrücken überschwemmt wird.

In Bezug auf die Empfehlung werde ich mich hier ausdrücklich enthalten, da es so viele Leute gibt, die das Buch wirklich schrecklich finden. Wer es noch nicht kennt und anhand des Klappentextes interessiert ist, dem bleibt nur eines übrig: selber Lesen und herausfinden, in welche der beiden Gruppen man gehört...





Mittwoch, 26. November 2014

Kopf oder Zahl


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von Ralf Kurz

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.09.2014
  • Aktuelle Ausgabe : 01.09.2014
  • Verlag : Wellhöfer
  • ISBN: 9783954281572
  • Flexibler Einband: 320 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Der Autor Ralf Kurz und der Wellhöfer Verlag haben mir das Taschenbuch im Rahmen einer Lovelybooks-Leserunde  kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!


Inhalt

 Der Freiburger Professor Baer wird grausam zugerichtet aufgefunden. Schneller, als es  Bussard und seinem Team lieb sein kann, entwickelt der Mordfall eine internationale Brisanz. Unterhielt der undurchsichtige Professor, der seine Freizeit gerne an Pokertischen verbrachte, doch enge Kontakte in den Mittleren Osten. Eine E-Mail-Korrespondenz zu einem iranischen Atomphysiker führt schließlich dazu, dass die international in Verruf geratene National Security Agency (NSA) im beschaulichen Freiburg ihre Aufwartung macht – auf ihre Weise, versteht sich.
Als der brisante Fall an das BKA übergeben wird, erfahren Kommissar Bussard und seine neue Kollegin Anja Hill, dass auch die Telefone und PCs der Freiburger Ermittler von der NSA überwacht werden.
Aus der Ermittlung ausgebootet, macht Bussard den Fall zu seiner eigenen Angelegenheit.  Denn längst geht es nicht nur für ihn um viel mehr, als um Schuld und Gerechtigkeit in einem Mordfall.

 „Kopf oder Zahl“, Bussards vierter Fall, wirkt beklemmend, weil er viel näher an der Wirklichkeit liegt als uns allen lieb sein kann.
(Quelle: Wellhöfer)



Mein Fazit


Ein Mathematikprofessor wird ermordet aufgefunden. Sein Sohn wird bald darauf wegen Mordverdachts verhaftet, aber die Ermittler Bussard und Hill zweifeln daran, dass die Lösung wirklich so einfach ist...

"Kopf oder Zahl" ist der vierte Band der Krimireihe über Kommissar Bussard. Ich kenne die Vorgängerbände nicht, aber das ist auch nicht nötig, um diesen Krimi zu verstehen. Anja Hill kommt neu zum Ermittlerteam dazu, ist also allen Lesern unbekannt, und was der Neuleser über Bussard wissen muss, wird ihm (und Anja) mitgeteilt.

Bussard, der Leiter der Ermitttlungsgruppe, was mir auf Anhieb sympathisch und auch die "Neue", Anja, ist mir im Verlauf der Geschichte ans Herz gewachsen, auch wenn ich zu Beginn mit einigen ihrer Eigenschaften Mühe hatte (und auch rückblickend einiges an ihrem Verhalten zu kritisieren habe). Der Autor Ralf Kurz hat einen angenehm schnörkellosen Schreibstil, der sich flüssig liest, ohne den Leser dabei zu langweilen.

Die Kriminalgeschichte ist spannend aufgebaut und wirkt, obschon sie zu einem gewissen Grad absehbar ist, nicht platt. Der Lokalkolorit wird gut eingebaut, so dass stets klar ist, wo die Geschichte spielt, ohne es dem Leser zu sehr um die Ohren zu hauen. Wie nach dem Klappentext zu erwarten war, spielt die Mathematik eine grosse Rolle, die mathematischen Aspekte werden jedoch gut erklärt (und lassen sich bei Desinteresse auch problemlos überspringen, ohne dass Verständnisprobleme für die Kriminalgeschichte entstehen).

"Kopf oder Zahl" hat mich gut unterhalten, und ich werde mir mit Sicherheit auch die anderen Bände der Bussard-Reihe besorgen. Ich empfehle diesen Krimi gerne an alle Fans von (nicht nur Regional-) Krimis weiter.





Rezensionsexemplar

 

Montag, 24. November 2014

Endlich Ordnung im ganzen Haus - und glücklich dabei


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von Madame Missou

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.09.2014
  • Aktuelle Ausgabe : 01.09.2014
  • Verlag : Madame Missou eBooks & Ratgeber
  • ISBN: B00N8Q7XYO
  • E-Buch Text: 210 Seiten

Madame Missou hat mir das eBook zu Rezensionszwecken kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!


Inhalt

Endlich Ordnung im ganzen Haus – Ein Traum, der in Ihrem Heim noch weit entfernt ist? Abhilfe ist da: Madame Missou hat mit ihrem Ratgeber der Unordnung und dem Chaos den Kampf angesagt. Die Autorin fasst erstmals alle Bücher der erfolgreichen „Endlich Ordnung“-Reihe in einem Buch zusammen und präsentiert ihren bisher umfangreichsten Ratgeber.

Wie uns aufräumen & entrümpeln glücklich macht motiviert Sie, sich von Gerümpel und Unordnung zu trennen. Brauchen wir denn wirklich alle diese Dinge im Haus? Befreien Sie sich mit diesem Ratgeber von unnötigem Ballast. Das Kapitel Endlich Ordnung im Haushalt zeigt Ihnen, wie Sie „Das bisschen Haushalt“ am besten managen. Der macht sich eben nicht von allein. Doch mit den richtigen Tipps und der passenden Planung kann der Haushalt sogar Spaß machen.

Die letzten drei Kapitel des Ratgebers widmen sich ausführlich den drei chaotischen K´s: Küche, Kleiderschrank und Keller. Hier ist das Chaos oft schwierig zu bändigen. Doch Madame Missou hilft weiter und weiß auch Rat bei schwierigen Fällen.

Freuen Sie sich auf 180 Leseminuten kompaktes Wissen für Ordnung in Haushalt, Küche, Kleiderschrank und Keller. Setzen Sie die Ratschläge von Madame Missou um und schon bald wird es für Sie heißen: Endlich Ordnung im ganzen Haus.



Mein Fazit


Endlich Ordnung im ganzen Haus ist ein Sammelband von Madame Missous "Endlich Ordnung"-Ratgeber und umfasst die Bereiche Haushaltsarbeit, Kleiderschrank, Küche und Keller.

Mein Anlass, dieses Buch zu lesen waren nicht fehlende Kenntnisse, sondern die fehlende Motivation. Ich wüsste schon, wie ich meine Wohnung möglichst effizent sauber und ordentlich halten könnte, ich bin aber leider ein fauler Sack. Daher lese ich alle paar Monate einen Ordnungsratgeber, sei es das bekannte "Simplify your Life" oder nun diesen Ratgeber von Madame Missou. Die im Buch gegebenen Tips sind keine Neuheiten, wer sich wie ich schon mit dem Thema Ordnung, Entrümpeln etc. befasst hat, wird die meisten schon kennen. Wer aber wie ich ab und zu einen kleinen Tritt in den Hintern braucht, dem ist dieser Ratgeber durchaus zu empfehlen.

Das Buch ist in übersichtliche Kapitel gegliedert, sodass für jede "Gerümpelsituation" das passende herausgepickt werden kann. Ich habe es am Stück durchgelesen und fühlte mich sofort motiviert, aufzuräumen und zu putzen. So kann ich nach Abschluss der Lektüre erfreut feststellen, dass bei mir nicht nur der Küchentisch (aka "allgemeine Ablage") nun wieder freigeräumt ist, sondern auch das Sideboard mit den Gesellschaftsspielen durchsortiert wurde (und dabei einige unvollständige Kartenspiele entsorgt) und die Wohnung nun nach Putzmittel riecht :-)

Zusammengefasst werden die im Ratgeber "Endlich Ordnung im ganzen Haus" genannten Tips wohl nur für Personen neu sein, die sich noch gar nie mit dem Thema befasst haben. Allen anderen könnte das Buch aber die notwendige Motivation geben, wieder mal zu entrümpeln.






Rezensionsexemplar


Samstag, 22. November 2014

Leichentuch


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von Andreas M. Sturm

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 05.01.2014
  • Aktuelle Ausgabe : 05.01.2014
  • Verlag : fhl Verlag Leipzig
  • ISBN: 9783942829489
  • Buch: 310 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


Inhalt


Am Nachmittag des Weihnachtstages wird ein Mann in seinem Auto ermordet. Der dicht fallende Schnee hüllt das Opfer sanft ein. Erst als Tauwetter einsetzt, wird das Verbrechen entdeckt.
Hauptkommissarin Karin Wolf widmet dem Fall jedoch nicht ihre volle Aufmerksamkeit, da ihrem Todfeind Witkowski die Flucht aus dem Strafvollzug gelungen ist und er sich unverzüglich auf einen Rachefeldzug begibt. Bei der Jagd nach dem Kriminellen muss Karin erschüttert feststellen, dass ein Mitglied ihres Teams für Witkowski arbeitet. Für die Kommissarin beginnt ein Wettlauf ums Überleben, denn sie selbst steht ganz oben auf der Liste des einflussreichen Killers.
(Quelle: fhl Verlag)


Mein Fazit


Kommissarin Karin Wolf soll das Verschwinden des Familienvaters Eicher aufklären. Gleichzeitig bricht der Bandenchef Witowski aus dem Gefängnis aus, der noch eine Rechnung mit Karin offen hat…

Bei „Leichentuch“ handelt es sich um den dritten Band der Krimireihe um Karin Wolf. Ich kenne die beiden vorhergehenden Bände nicht, hatte aber keinerlei Verständnisprobleme. Die Protagonistin Karin ist mir durchaus sympathisch, ich kann ihr Verhalten aber nicht durchwegs gutheissen. In vielen Situationen ist sie mir zu impulsiv und unüberlegt. Auffällig ist bei den geschilderten Dresdner Beamten, dass jeder mit seinem Schicksal zu kämpfen hat, sei es ein behinderter Ehemann, eine verstorbene Partnerin, Alkoholprobleme etc. Eine glückliche Person ohne irgendwelche „Altlasten“ scheint es bei der Dresdner Polizei nicht zu geben. 

Der eigentliche Kriminalfall ist spannend aufgebaut, die Hintergründe bleiben lange im Dunkeln. Der Handlungsstrang um den Ausbrecher Witowski wird dabei geschickt mit der Haupthandlung verwoben, sodass oft erst rückblickend klar wird, welcher Handlungsstrang nun eigentlich verfolgt wird. Wie gut der Lokalkolorit getroffen wurde kann ich nicht beurteilen, da ich noch nie in Dresden (oder allgemein in den neuen Bundesländern) war. 

Besonders eindrücklich für mein Leseerlebnis (wenn auch das Buch nur am Rande dafür verantwortlich war) war die Schilderung der Geschehnisse rund um den Mauerfall, die ich zufällig am 9. November, und damit genau 25 Jahre danach, gelesen habe. 1989 habe ich die Ereignisse, die Gewalt etc. nicht wirklich mitbekommen (was interessiert sich eine Schweizer Grundschülerin schon für Ostdeutsche Politik).

„Leichentuch“ hat mich gut unterhalten, Freunde von Regionalkrimis werden das Buch sicherlich auch mögen, daher empfehle ich es gerne weiter.





Donnerstag, 20. November 2014

Marathum - Das Erbe der Drachenkriege Teil 2



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von Philipp Benzin

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 29.10.2014
  • Aktuelle Ausgabe : 29.10.2014
  • ISBN: B00P0I22OE
  • E-Buch Text: 145 Seiten

Der Autor Philipp Benzin hat mir das eBook im Rahmen einer Lovelybooks-Leserunde kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!



Inhalt


»Das ist mir egal«, schmetterte Hardur dem verdutzen Waster hinterher, »hier geht es um wichtigere, um elementare Dinge der Zauberei. Ja, wenn die Truhe geöffnet und der Stab entwendet sein sollte , dann … dann wird es demnächst auf unserer Welt keine Magie mehr geben.«

Waster Wühlig, Hauptmann der Stadtwache von Moorin, ist dem mutmaßlichen Mörder des Erzmagiers Almuthar weiter auf der Spur. Die Ereignisse überschlagen sich jedoch und schon ist er in ein Abenteuer verstrickt, das ihn auf moralische Abwege führt. Ein lang gehegter Traum könnte für ihn in Erfüllung gehen. Doch ein aufdringlicher Gefreiter und ein planloser Universitätspräsident bringen Waster zur Verzweiflung. Zu allem Überdruss mischen sich bald noch eine zwielichtige Vettel und ihr junger Begleiter ein, die auch der Bande um den Stab auf der Spur sind.
MARATHUM ist der 2. Teil der Reihe „Das Erbe der Drachenkriege“. Der Fantasy-Roman ist die Fortsetzung von MAGISCHE VERWICKLUNGEN und schildert die weitere Jagd nach dem Artefakt, das viele Personen nur allzu gern in ihre Hände bekommen möchten.

Ein ungewöhnlicher Fantasy-Roman mit einem Hauch von Krimi und einer Prise Humor in moderner Erzählweise.
(Quelle: Amazon)


Mein Fazit


Der Halbling Aazarus macht sich zusammen mit seinen Freunden auf den Weg, einen magischen Stab zu den Drachen zurückzubringen. Dabei merken sie erst spät, dass sie verfolgt werden...

Nach "Magische Verwicklungen" bildet "Marathum" den zweiten Teil der "Das Erbe der Drachenkriege"-Trilogie. Hier treten nun auch zum ersten Mal die namensgebenden Drachen auf (oder zumindest einer). Wie auch der erste Teil strotzt "Marathum" vor magischen Wesen und viel Humor, der bisweilen in den Slapstick abdriftet. Während der erste Teil der Reihe noch starke Krimi-Elemente aufwies, treten diese hier in den Hintergrund, der zweite Teil der Trilogie ist reine Fantasy.

Währenddem der Hauptprotagonist Aazarus bereits aus dem ersten Teil hinreichend bekannt ist, treten nun viele neue Personen auf, die im ersten Band nicht oder nur kurz erwähnt wurden. Tiefergehend charakterisiert werden diese jedoch nicht, sodass sie mehr die Funktion von Statisten einnehmen; der Schwerpunkt der Handlung liegt eindeutig auf Aazarus.

Die Empfehlung fällt mir dieses Mal sehr leicht: jeder, der den ersten Teil der Reihe gelesen hat und wissen will, wie die Geschichte weitergeht, soll, muss und wird den zweiten Teil auch geniessen. Zum Einstieg eignet sich "Marathum" aber nicht, auch wenn die Handlung des ersten Teils "Magische Verwicklungen" zu Beginn des Buches zusammengefasst wird.




 Rezensionsexemplar

Dienstag, 18. November 2014

Das Buch der Namen


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von Jill Gregori und Karen Tintori
  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.01.2007
  • Aktuelle Ausgabe : 01.01.2007
  • Verlag : Rowohlt
  • ISBN: B003CPDGVK
  • Flexibler Einband: 400 Seiten

Dieses Buch ist vergriffen und nur noch gebraucht erhältlich


Inhalt


 Die sechsunddreißig Gerechten dieser Welt. Wie lange werden sie noch leben? Das weiß nur Gott – und diejenigen, die sie töten. Ein uralter Papyrus mit einer Namensliste. Nach jahrelanger Suche im ägyptischen Wüstensand hält Sir Rodney ihn endlich in den Händen. Wenige Minuten später ist der Archäologe tot. Damit nimmt eine rätselhafte Mordserie ihren Lauf. Auf der ganzen Welt werden Menschen getötet, die bestimmte Namen tragen. Und nur David Shepherd kann das Morden stoppen. Denn er ist der Einzige, der die Namen kennt …
(Quelle: Amazon)


Mein Fazit

Der College-Dozent David Shepherd hört schon seit seiner Kindheit Stimmen, die ihm Namen zurufen. Nach einer Hypnosesitzung und einem Besuch bei einem Rabbi erfährt er, was hinter diesen Namen steckt, und befindet sich Hals über Kopf auf der Flucht.

„Das Buch der Namen“ versucht offensichtlich, auf der Dan-Brown-Erfolgswelle mitzureiten, und um ehrlich zu sein habe ich es mir auch aus diesem Grund gekauft: ich liebe Dan Browns Robert Langdon Reihe! 

Im Grunde machen die beiden Autorinnen dabei alles richtig: ein alleinstehender amerikanischer College-Dozent, eine Story mit religiösem Hintergrund, die in der „alten Welt“ spielt, eine nicht amerikanische weibliche Begleitung, eine ominöse Geheimgruppierung, die die Weltherrschaft an sich reissen will. Mit all diesen Eckpunkten sollte man eigentlich meinen, dass sich „Das Buch der Namen“ perfekt bei den Dan Brown Thrillern einfügt. Aber irgendwie ist bei mir der Funke nicht so richtig übergesprungen. Ich kann nicht mal wirklich erklären weshalb, aber David Shepherd ist mir deutlich weniger ans Herz gewachsen als Robert Langdon, was dazu führte, dass mir sein Schicksal während des Lesens zwar nicht komplett egal war, aber auch nicht wirklich packte. Die Autorinnen lassen ihn zwar immer wieder in gefährliche Situationen tappen und in Lebensgefahr schweben, aber ich hatte nie wirklich das Gefühl, Angst um ihn haben zu müssen. Natürlich weiss ich als geübte Thriller-Leserin, dass der Protagonist in 99% aller Fälle die Geschichte ohne grössere Schäden überleben wird, aber ein guter Thriller lässt mich dieses Wissen vergessen, sodass ich auf jeder Seite mitfiebere. Das war hier leider nicht der Fall. Gelangweilt habe ich mich während des Lesens auf keinen Fall, jedoch hat mir das „ich kann das Buch nicht weglegen, ich muss unbedingt wissen, wie es weitergeht“-Gefühl gefehlt.

Wer Religions-Thriller im Stil von Dan Brown mag und wirklich dringend Lesenachschub braucht, kann sich dieses Buch ruhig mal näher anschauen. Ein Muss ist es aber auch für Thriller-Fans nicht.





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